L22 in Rostock: Mehrwöchige Bauarbeiten sorgen für massive Verkehrsbehinderungen
Ab Montag, dem 30. März, wird die meistbefahrene Straße Mecklenburg-Vorpommerns zur neuralgischen Engstelle. Auf der L22, auch als Lübecker Straße bekannt, beginnen umfangreiche Bauarbeiten, die den Verkehr in Rostock für mehrere Wochen erheblich beeinträchtigen werden. Staus und Behinderungen sind damit vorprogrammiert, wie Alexander Christen, Sprecher der Stadtwerke Rostock AG (SWRAG), mitteilt.
Bauarbeiten für Fernwärmeanschlüsse verursachen Engpass
Die Stadtwerke Rostock errichten im Bereich des Werftdreiecks Hausanschlüsse für die Fernwärmeversorgung. Obwohl die Leitungen primär im Geh- und Radweg verlegt werden, müssen aus Sicherheitsgründen auch Fahrspuren gesperrt werden. Die Bauarbeiten starten am 30. März um 9 Uhr und werden voraussichtlich bis Anfang Mai andauern. Witterungsbedingte Verzögerungen schließt der Stadtwerke-Sprecher nicht aus.
Konkrete Verkehrseinschränkungen und Umleitungsempfehlungen
Die Verkehrsführung wird während der Bauphase erheblich verändert:
- Stadteinwärts wird die Lübecker Straße auf eine einzige Spur verengt.
- Stadtauswärts bleiben zwei Fahrspuren erhalten, jedoch ist das Abbiegen in die Maßmannstraße nicht mehr möglich.
- Täglich nutzen etwa 40.000 Fahrzeuge diese wichtige Pendlerachse, weshalb die Stadtwerke eine weiträumige Umfahrung dringend empfehlen.
Als alternative Routen werden genannt:
- Ab dem Schutower Kreuz über die Südstadt oder die Autobahn A20.
- Der Kanonsberg, Saarplatz und die Ulmenstraße als Ausweichstrecken.
Alle Umleitungen sind entsprechend ausgeschildert. Die Stadtwerke raten Verkehrsteilnehmern, wo immer möglich auf öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad oder die ausgewiesenen Umleitungen auszuweichen.
Hintergrund der Bauarbeiten und zukünftige Planungen
Mit den neuen Anschlüssen werden mehrere Gebäude an das Fernwärmenetz angeschlossen. Die Maßnahme ist zukunftsorientiert geplant, sodass weitere Anschlüsse später mit minimalem Aufwand realisiert werden können. Unter anderem plant das Rostocker Wohnungsunternehmen Wiro auf dem Werftdreieck den Bau eines neuen Quartiers mit rund 700 Wohnungen, für das die Infrastruktur nun vorbereitet wird.
Die mehrwöchigen Einschränkungen auf dieser vitalen Verkehrsader erfordern von allen Beteiligten Geduld und Umplanung. Die Stadtwerke betonen, dass die Arbeiten notwendig sind, um die Fernwärmeversorgung in Rostock nachhaltig zu stärken und für zukünftige Entwicklungen zu rüsten.



