Landgestüt Redefin: Übergangsgeschäftsführer Matthias Munz bleibt ein weiteres Jahr im Amt
Landgestüt Redefin: Übergangschef bleibt länger

Landgestüt Redefin: Übergangsgeschäftsführer bleibt ein weiteres Jahr

Das Landgestüt Redefin in Mecklenburg-Vorpommern wird auch in den kommenden zwölf Monaten von seinem Übergangsgeschäftsführer Matthias Munz geleitet. Wie ein Sprecher des Schweriner Agrarministeriums gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, wird der ursprünglich Ende März 2026 auslaufende Vertrag des Unternehmensberaters um ein ganzes Jahr verlängert. Munz hatte die Führung des traditionsreichen, jedoch defizitären Betriebs bereits im August 2025 übergangsweise übernommen.

Aufgabe: Sanierung und Neuausrichtung

Die Hauptaufgabe von Matthias Munz besteht darin, das Landgestüt für eine wirtschaftlich stabile Zukunft aufzustellen und eine umfassende Neuausrichtung des Betriebs voranzutreiben. Bisher erhält der landeseigene Betrieb mit seinen rund vierzig Mitarbeitern jährliche Zuschüsse in Höhe von 1,7 Millionen Euro aus Landesmitteln. Diese Summe ist in den Augen von Kritikern deutlich zu hoch, was den Handlungsdruck auf Munz zusätzlich erhöht.

Ursprünglich hatte Landwirtschaftsminister Till Backhaus von der SPD erwogen, für das Gestüt einen privaten Betreiber zu suchen. Die denkmalgeschützte Anlage im Landkreis Ludwigslust-Parchim sollte dabei weiterhin im Eigentum des Landes Mecklenburg-Vorpommern verbleiben. Nach Protesten und längeren Diskussionen wurden diese Überlegungen jedoch fallengelassen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Neues Modell: Landesbetrieb mit privaten Partnern

Inzwischen steht fest, dass die Landesregierung im Kern am bisherigen Modell eines Landesbetriebs festhalten will. Dies betrifft insbesondere Kernbereiche wie die Hengstzucht und die Ausbildung. Für Wirtschaftsbereiche, die stärker ausgebaut werden sollen, werden hingegen Kooperationspartner aus der privaten Wirtschaft gesucht. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Thomas Diener hervor.

Als ein konkretes Beispiel wird in diesem Zusammenhang die Reittouristik genannt. Die klassizistische Anlage des Landgestüts, die aus dem frühen neunzehnten Jahrhundert stammt, zieht jedes Jahr Tausende von Besuchern an. So veranstalten beispielsweise die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern dort regelmäßig beliebte Picknick-Klassikkonzerte.

Veranstaltungshöhepunkte bleiben erhalten

Der Veranstaltungskalender für das Jahr 2026 unterscheidet sich laut der Regierungsantwort nicht wesentlich von denen der Vorjahre. Zu den absoluten Höhepunkten zählen weiterhin die Redefiner Pferdetage, die am 29. und 30. August mit einer großen Hengstparade und einem umfangreichen Rahmenprogramm stattfinden werden. Diese Veranstaltung ist ein fester und bedeutender Bestandteil des kulturellen Lebens in der Region.

Die Entscheidung, Matthias Munz für ein weiteres Jahr als Übergangsgeschäftsführer zu behalten, unterstreicht den Willen des Landes, das Landgestüt Redefin nachhaltig zu sanieren und seine Zukunft sowohl als Zentrum der Pferdezucht als auch als touristische Attraktion langfristig zu sichern.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration