Tödlicher Eisunfall in Stralsund: 74-Jähriger aus Braunschweig vermutlich ertrunken
Die Polizei in Stralsund hat bestätigt, dass der an der Nordmole tot aufgefundene Mann vermutlich nach dem Betreten einer Eisfläche eingebrochen und ertrunken ist. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 74 Jahre alten Mann aus Braunschweig in Niedersachsen. Die Ermittler gehen nach aktuellem Stand von einem tragischen Unfall aus, weitere Umstände werden im Rahmen des laufenden Todesermittlungsverfahrens untersucht.
Leiche an der Nordmole entdeckt
Der Leichnam des Mannes war bereits am Dienstag an der Stralsunder Nordmole entdeckt worden. Die etwa 450 Meter weit in den Strelasund hineinragende Mole, die die Insel Rügen vom Festland trennt, ist ein beliebtes Ausflugsziel für Spaziergänger und Besucher der Region. Trotz wiederholter Warnungen der Polizei in den vergangenen Tagen kam es zu diesem folgenschweren Vorfall.
Polizei warnt eindringlich vor Eisgefahr
Die Polizei hatte in den Tagen vor dem Unglück mehrfach öffentlich davor gewarnt, Eisflächen zu betreten, zu begehen oder für Freizeitaktivitäten zu nutzen. Im Falle eines Einbruchs bestehe aufgrund der niedrigen Wassertemperaturen und der instabilen Eisverhältnisse akute Lebensgefahr, so die Behörden. Die aktuellen winterlichen Bedingungen an der Ostsee bergen erhebliche Risiken, die nicht unterschätzt werden dürfen.
Hintergrund und Ermittlungen
Die Nordmole in Stralsund ist ein markanter Punkt im Ostseearm Strelasund und zieht besonders in der kalten Jahreszeit neugierige Besucher an. Die Polizei betont, dass solche Eisflächen trotz ihres festen Aussehens häufig trügerisch sein können und schnell brechen. Die Ermittlungen zur genauen Todesursache und den Umständen des Unfalls dauern an, wobei erste Hinweise auf einen Einbruch und anschließendes Ertrinken hindeuten. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, die Warnungen ernst zu nehmen und gefährliche Bereiche zu meiden.



