Starker Rückgang der Blitzeinschläge in Mecklenburg-Vorpommern
Im Nordosten Deutschlands hat sich die Anzahl der Blitzeinschläge im vergangenen Jahr deutlich verringert. Nach aktuellen Daten des Blitz-Informationsdienstes Aldis/Blids wurden in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2025 lediglich fast 2.600 Blitze registriert, die den Boden erreichten. Diese Zahl markiert einen bemerkenswerten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr 2024, als noch fast 12.000 Erdblitze im Bundesland gezählt wurden.
Regionale Unterschiede in der Blitzdichte
Die Auswertung zeigt deutliche regionale Unterschiede innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns. Zu den blitzärmsten Gebieten gehören die Landeshauptstadt Schwerin und der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Hier wurden lediglich 0,07 beziehungsweise 0,10 Blitze pro Quadratkilometer gemessen - die niedrigsten Werte im gesamten Bundesland. Im Kontrast dazu verzeichnete die Hansestadt Rostock mit 0,14 Blitzen pro Quadratkilometer die höchste Blitzdichte in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Daten basieren auf einem bundesweiten Vergleich aller deutschen Landkreise, Kreise und kreisfreien Städte. Dabei zeigt sich, dass Mecklenburg-Vorpommern insgesamt zu den Regionen mit geringer Blitzaktivität gehört. Zum Vergleich: Das bayerische Kaufbeuren führt das nationale Ranking mit einer deutlich höheren Dichte von 1,23 Blitzen pro Quadratkilometer an.
2025 als außergewöhnlich blitzarmes Jahr
Das Jahr 2025 erwies sich deutschlandweit als ungewöhnlich blitzarm. Bundesweit wurden nur etwa 100.000 Erdblitze registriert - etwa die Hälfte der Zahl aus dem Vorjahr 2024. Diese Entwicklung war bereits im Januar bekannt geworden und betrifft nicht nur Mecklenburg-Vorpommern, sondern das gesamte Bundesgebiet.
Meteorologische Experten erklären diesen Rückgang mit den spezifischen Wetterbedingungen des Jahres 2025. Blitze entstehen bevorzugt bei Wärme und Feuchtigkeit, weshalb sie typischerweise im Sommer häufiger auftreten. Das vergangene Jahr war jedoch oft entweder zu kalt oder zu trocken für die Entstehung starker Gewitter und damit für intensive Blitzaktivität. In besonders trockenen Jahren wie 2025 sind Blitzeinschläge tendenziell seltener zu beobachten.
Die geringe Blitzdichte in Mecklenburg-Vorpommern passt dabei in das allgemeine Muster Norddeutschlands, das im bundesweiten Vergleich traditionell zu den Regionen mit unterdurchschnittlicher Blitzhäufigkeit zählt. Auch in Ostseenähe werden regelmäßig weniger Blitzeinschläge registriert als in anderen Teilen Deutschlands.



