Neuer Navigationskontrollpunkt an Hochschule Neubrandenburg erhöht Präzision für Stadt und Studium
Neubrandenburg • Ein neuer Navigationskontrollpunkt wurde kürzlich auf dem Campus der Hochschule Neubrandenburg in Betrieb genommen und kurz vor der offiziellen Einweihung in eine Bodenplatte vor dem Haupteingang von Haus 2 eingelassen. Dieser Referenzpunkt macht satellitengestützte Navigation im Alltag greifbarer und ermöglicht auf dem Hochschulgelände exaktere Messungen als im üblichen Meterbereich.
Präzision für Vermessung und Bauplanung
Navigationskontrollpunkte dienen dazu, die Genauigkeit von satellitengestützten Positionierungen zu überprüfen und zu veranschaulichen. Während Systeme wie Galileo und GPS für Alltagsanwendungen meist Genauigkeiten im Meterbereich liefern, werden für Vermessung, Bauplanung oder Forschung präzisere Daten benötigt. Diese Punkte sind exakt vermessene Bezugspunkte im Gelände, an denen Messgeräte getestet und kalibriert werden können.
So lässt sich nachvollziehen, wie genau Positionsangaben sind und unter welchen Bedingungen Abweichungen entstehen. Der neue Punkt auf dem Hochschulgelände soll sowohl im Studium als auch in der Praxis eingesetzt werden und stärkt damit die Infrastruktur für vermessungstechnische Aufgaben in der Region.
Anwendung in Studium und Beruf
Studenten der Geodäsie, Messtechnik und Geoinformatik können vor Ort mit GNSS-Empfängern arbeiten und die Entstehung präziser Raumdaten nachvollziehen. Nach dem Studium arbeiten Absolventen dieser Fächer häufig in Bereichen wie Geodatenmanagement, Ingenieurvermessung, Liegenschafts- und Planungswesen oder in der Hydrographie.
Auch außerhalb der Hochschule sind präzise Geodaten stark gefragt. Sie bilden die Grundlage für Stadtplanung, Bauprojekte, Umweltbeobachtung und digitale Anwendungen in Kommunen. Mit dem zusätzlichen Referenzpunkt positioniert sich Neubrandenburg als Standort für hochpräzise Vermessungstechnik.
Offizielle Einweihung und Test
Bei der Einweihung testeten Neubrandenburgs Oberbürgermeister Nico Klose, Hochschulrektor Prof. Dr. Gerd Teschke und Dr.-Ing. Jörg Rubach vom Amt für Geoinformation, Vermessungs- und Katasterwesen die Funktionsweise des Punktes per Smartphone. Nach Angaben der Hochschule gibt es in Mecklenburg-Vorpommern nun sechs dieser Referenzpunkte, zwei davon in Neubrandenburg.
Der neue Navigationskontrollpunkt ist ein wichtiger Schritt, um die technische Ausbildung zu fördern und gleichzeitig die regionale Infrastruktur für präzise Geodatenerfassung auszubauen. Er zeigt, wie moderne Technologien im akademischen und kommunalen Kontext sinnvoll eingesetzt werden können.



