Neuer Rettungshubschrauber-Stützpunkt in Pampow: „Christoph 68“ soll Westmecklenburg ab 2027 versorgen
Neuer Rettungshubschrauber-Stützpunkt in Pampow ab 2027

Neuer Rettungshubschrauber-Stützpunkt in Pampow geplant

Die Luftrettung in Westmecklenburg erhält einen entscheidenden Ausbau. Ab dem Jahr 2027 soll der neue Rettungshubschrauber „Christoph 68“ von einem Stützpunkt in Pampow im Landkreis Ludwigslust-Parchim aus operieren und die medizinische Notfallversorgung in der Region deutlich verbessern. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat dafür ein millionenschweres Projekt mit einem Volumen von rund 115 Millionen Euro für Aufbau und Betrieb über 20 Jahre veranschlagt.

Bisherige Versorgungslücke wird geschlossen

Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) betont, dass Westmecklenburg bisher ein „weißer Fleck auf der Luftrettungskarte“ gewesen sei. Die bestehenden Standorte in Güstrow, Greifswald und Neustrelitz könnten die Region nur unzureichend abdecken. „Christoph 68“ wird speziell für die Landkreise Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg eingesetzt und soll innerhalb eines 70-Kilometer-Radius rund um die Uhr einsatzbereit sein.

Technische Details und Einsatzplanung

Der neue Rettungshubschrauber muss laut Leistungsbeschreibung an sieben Tagen pro Woche im 24-Stunden-Betrieb verfügbar sein. Die Planungen gehen von etwa 800 bis 1000 Einsätzen pro Jahr aus. Ein Helikopter kann Einsätze im Umkreis von 50 bis 70 Kilometern abdecken und würde in der Regel innerhalb von 15 bis 20 Minuten am Notfallort eintreffen. Dies ist besonders bei zeitkritischen Notfällen wie Herzinfarkten oder Schlaganfällen von entscheidender Bedeutung.

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Das Team einer solchen Luftrettungs-Station besteht üblicherweise aus:

  • Drei Piloten
  • Fünf Notfallsanitätern
  • Fünfzehn Notärzten

Standortwahl und Bauvorhaben

Für die Wahl des Standorts Pampow war entscheidend, dass große Teile Westmecklenburgs und des Landkreises Ludwigslust-Parchim innerhalb eines 50-Kilometer-Radius liegen. Dadurch können die gesetzlichen Hilfsfristen für Notärzte zuverlässig eingehalten werden. Bevor „Christoph 68“ jedoch abheben kann, müssen zunächst Lande- und Abstellplatz sowie die Luftrettungsstation in der Bahnhofstraße errichtet werden.

Zeitplan und Vergabeverfahren

Das Vergabeverfahren für den Auftrag zur Errichtung und Betrieb des Stützpunktes läuft derzeit. Die Frist für die Abgabe von Angeboten endet am 17. April. In der Leistungsbeschreibung wird deutlich gemacht, dass ein „maßgeblicher Wunsch dabei ist, dass der Luftrettungsbetrieb so schnell wie möglich aufgenommen wird“. Während mit der Einsatzfähigkeit frühestens 2027 gerechnet wird, besteht durchaus die Möglichkeit, dass „Christoph 68“ bereits früher seinen Dienst aufnehmen kann.

Dieser vierte Rettungshubschrauber-Standort in Mecklenburg-Vorpommern stellt einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der medizinischen Infrastruktur in einem dünn besiedelten Flächenland dar, wo die Luftrettung als Ergänzung zum bodengebundenen Rettungsdienst eine besonders wichtige Rolle spielt.

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