Nilgänse trotzen frostigem Januar 2026 in Mecklenburg-Vorpommern
Nilgänse trotzen frostigem Januar in Mecklenburg-Vorpommern

Nilgänse trotzen extrem frostigem Januar in Mecklenburg-Vorpommern

Der Januar 2026 präsentierte sich in der Region Neubrandenburg als ausgesprochen winterlicher Monat mit Schnee, Kälte und glatten Straßen. Bemerkenswert ist jedoch, dass selbst aus Afrika stammende Nilgänse diese Bedingungen meistern konnten. Sie fanden in Futtersilos der Mecklenburgischen Seenplatte einen geschützten Ort, um trotz der harschen Witterung gut über den Winter zu kommen.

Ein Monat mit fast durchgehendem Frost

Insgesamt verzeichnete der Januar 2026 in der Region 28 Tage mit Frost, wobei an 18 Tagen die Temperaturen auch tagsüber nicht über den Gefrierpunkt stiegen. Lediglich drei Tage blieben frostfrei. Nach einem vergleichsweise milden Beginn mit Regen setzte sich rasch winterlich kalte Luft durch, und die Niederschläge gingen zeitweise in Schnee über. Allerdings fiel in der Region Neubrandenburg zunächst nur eine dünne Schneedecke.

Extreme Temperaturen und winterliche Stürme

Zwischen dem 8. und 10. Januar bestimmte das Sturmtief „Elli“ mit stürmischem Wind das Wetter. Es kam im Norden Deutschlands zu erheblichen Verkehrsbehinderungen sowie Ausfällen im Bus- und Bahnverkehr durch Schneeverwehungen. Mit dem Tief gelangte kalte Polarluft in die Region. In der Nacht zum 8. Januar sanken die Temperaturen auf den Tiefstwert des Monats von minus 10,3 Grad Celsius.

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Im Verlauf des zweiten Monatsdrittels setzte sich jedoch mildere Luft durch. Am 16. Januar stiegen die Temperaturen auf den Höchstwert von plus 7,5 Grad. Danach lenkten Hochdruckgebiete über dem Norden und Osten Europas allmählich wieder kältere Luft heran, sodass es über viele Tage hinweg trocken und teilweise sehr sonnig blieb.

Anpassungsfähige Nilgänse trotzen der Kälte

Fotograf Wolfgang Dee entdeckte eine fünfköpfige Nilgans-Familie an einem Futtersilo bei Zirzow. Die Vögel verteidigten die reiche Futterquelle erfolgreich gegen Nahrungskonkurrenten. Dies zeigt, dass sich die ursprünglich aus Afrika stammenden Vögel gut an die hiesigen Winterbedingungen angepasst haben.

Klimatische Bilanz des Januars 2026

In der dritten Dekade pendelten die Höchsttemperaturen bei Werten zwischen minus 5 und 0 Grad. Am 23. Januar blieb es mit maximal minus 5,2 Grad am kältesten. Am 25. und 26. Januar kam es zu teilweise kräftigen Schneefällen. Die mittlere Temperatur lag bei minus 2,1 Grad und damit 2,7 Grad unter dem langjährigen Mittel der Jahre 1991 bis 2020.

Der Niederschlag summierte sich auf 23,1 Liter pro Quadratmeter und blieb damit 47 Prozent unter dem Klimamittel. Am meisten Niederschlag fiel mit 7,3 Litern am 25. Januar. Die Sonnenscheindauer lag mit 49,3 Stunden 3 Prozent über dem Sollwert.

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