Sturmtief hält Feuerwehr in Gadebusch in Atem: Doppeleinsatz nach Baumstürzen
Ein kräftiges Sturmtief hat am Mittwoch die Einsatzkräfte der Gadebuscher Feuerwehr gleich mehrfach gefordert. Bereits in den frühen Morgenstunden wurden die Kameraden alarmiert, um Sturmschäden zu beseitigen – doch damit sollte es nicht getan sein. Die Ereignisse zeigen eindrücklich, wie schnell durch umstürzende Bäume gefährliche Situationen im Straßenverkehr und im Wohnumfeld entstehen können.
Deutscher Wetterdienst warnte vor kräftigen Sturmböen
Der Deutsche Wetterdienst hatte für den Mittwoch eine deutliche Sturmwarnung herausgegeben. Demnach waren Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 55 und 70 Kilometern pro Stunde zu erwarten, anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung. In exponierten Lagen sowie in Schauernähe musste sogar mit Böen bis zu 80 Kilometern pro Stunde gerechnet werden. Diese Prognose bewahrheitete sich schneller als erhofft.
Erster Einsatz auf der B208 bei Ganzow
Gegen 7.30 Uhr am Mittwochmorgen erreichte die erste Alarmmeldung die Feuerwehr Gadebusch. Auf der Bundesstraße 208 in Höhe Ganzow hatte ein Baum den kräftigen Windböen nicht mehr standhalten können und war gestürzt. „Er lag auf der Leitplanke auf und ragte rund 1,50 Meter auf die Fahrbahn“, schildert Wehrführer Sebastian Otto die gefährliche Situation. Die Einsatzkräfte sicherten umgehend die Einsatzstelle und beseitigten den Baum, der den Verkehr erheblich behinderte. Nach etwa 20 Minuten konzentrierter Arbeit konnte der Einsatz beendet werden.
Zweiter Alarm am Gadebuscher Scheibenberg
Doch die Ruhe währte nur kurz. Um 11 Uhr wurden die Feuerwehrleute erneut alarmiert – diesmal am Gadebuscher Scheibenberg. Ein aufmerksamer Anwohner hatte einen Baum bemerkt, der seine Standfestigkeit verloren hatte und sich bereits bedenklich neigte. Mit professionellem Gerät, darunter einer Motorsäge und einem Seil, sowie mit der geballten Muskelkraft der Kameradinnen und Kameraden, brachten die Einsatzkräfte den Baum kontrolliert zu Boden. So konnte eine potenzielle Gefahr für Anwohner und Passanten rechtzeitig beseitigt werden.
Nachwuchs engagiert sich parallel für saubere Umwelt
Während die Einsatzabteilung mit den akuten Sturmschäden beschäftigt war, zeigten die jungen Helfer der THW-Jugend Gadebusch und der Kinder- und Jugendfeuerwehr Gadebusch vorbildlichen Einsatz in anderer Hinsicht. Im Rahmen eines Müllsammeltages durchstreiften sie mit Handschuhen, Müllsäcken und großem Enthusiasmus Straßen, Wege und Grünflächen der Stadt, um achtlos weggeworfenen Abfall einzusammeln.
„Mit vollem Einsatz haben sich die Jugendlichen beteiligt und dabei nicht nur aufgeräumt, sondern auch ein starkes Zeichen für Umweltbewusstsein, Zusammenhalt und Verantwortung gesetzt“, betont die Feuerwehr Gadebusch. Besonders beeindruckend sei der gelebte Teamgeist gewesen: Gemeinsam wurde angepackt, sich gegenseitig unterstützt und motiviert. Das Ziel, Gadebusch ein Stück sauberer und lebenswerter zu machen, wurde an diesem Tag tatkräftig verfolgt.
Die Ereignisse des Tages unterstreichen die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr – von der akuten Gefahrenabwehr bei Unwettern bis zur Förderung des Nachwuchses und des Umweltbewusstseins in der Gemeinschaft.



