Für den insolventen brandenburgischen Kunststoff-Veredler Domo Engineering Plastics ist ein neuer Investor gefunden worden. Der Standort in Premnitz (Landkreis Havelland) sowie 50 der insgesamt 70 Arbeitsplätze bleiben erhalten, wie der Insolvenzverwalter Lucas Flöther mitteilte. Er habe sich mit einem Investor auf die Übernahme des Geschäftsbetriebs geeinigt. 20 Beschäftigte in Premnitz werden demnach jedoch nicht übernommen.
Übernahme durch Lone Star Funds
Domo in Premnitz ist eine Tochterfirma des belgischen Chemieunternehmens Domo-Chemicals. Zwei andere Domo-Töchter mit Sitz im sachsen-anhaltischen Leuna wurden bereits von einer neu gegründeten Gesellschaft übernommen. Insolvenzverwalter Flöther teilte mit, dass nun auch der Standort Premnitz wieder eine Perspektive außerhalb der Insolvenz habe. Hinter dem Käufer stehe der branchenerfahrene und international ausgerichtete Investor Lone Star Funds. Dieser übernehme auch weitere Teile der weltweit tätigen Domo-Gruppe, so Flöther. „Bezüglich der 20 Beschäftigten, die nicht Teil der Investorenlösung sind, wurde mit dem Betriebsrat ein Interessenausgleich mit Sozialplan abgeschlossen.“
Produktion und Einsatzgebiete
Die Domo Engineering Plastics GmbH in Premnitz veredelt spezielle technische Kunststoffe (Polyamid 6) mit hoher Festigkeit. Diese werden in der Automobil-, Elektro- und Konsumgüterindustrie eingesetzt. Die Übernahme sichert die Zukunft des Standorts und einen Großteil der Arbeitsplätze.



