Sachsen-Anhalt stärkt Katastrophenschutz mit neuer Fahrzeugflotte
Der Katastrophenschutz in Sachsen-Anhalt erhält eine deutliche Aufwertung durch die Anschaffung von neun neuen Gerätewagen. Das Land hat dafür insgesamt rund 3,6 Millionen Euro investiert, wie das Innenministerium in Magdeburg mitteilte. Die Fahrzeuge sollen an die Kommunen übergeben werden, die sie wiederum den Trägern der Fachdienste zur Verfügung stellen.
Verteilung der Fahrzeuge an Landkreise und Städte
Die neuen Gerätewagen werden wie folgt verteilt: Die Stadt Magdeburg, der Salzlandkreis, der Saalekreis sowie die Landkreise Mansfeld-Südharz, Wittenberg, Anhalt-Bitterfeld und Jerichower Land erhalten jeweils ein Fahrzeug. Der Burgenlandkreis bekommt sogar zwei dieser speziell ausgestatteten Wagen. Für das kommende Jahr sind bereits weitere Anschaffungen geplant.
Die Fahrzeuge sind multifunktional einsetzbar und können im Ernstfall nicht nur Strom, Lagerfläche und Schlafplätze bereitstellen, sondern auch lebenswichtige Güter wie Trinkwasser, Nahrungsmittel oder Betten transportieren. Diese Ausstattung ist entscheidend, um in Notlagen schnell und effektiv Hilfe leisten zu können.
Innenministerin würdigt Engagement der Ehrenamtlichen
Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) betonte bei der Vorstellung der neuen Fahrzeuge den unverzichtbaren Beitrag der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. „In Notlagen sind oft die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zuerst vor Ort und leisten einen wertvollen Beitrag, um Menschen zu helfen“, sagte Zieschang. Sie bezeichnete das ehrenamtliche Engagement als „Rückgrat des Bevölkerungsschutzes“ und hob hervor, dass es „von unschätzbarem Wert für die Sicherheit der Menschen in Sachsen-Anhalt“ sei.
Die Bedeutung des Katastrophenschutzes spiegelt sich auch in den Haushaltsmitteln wider: Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Landesmittel für den Katastrophenschutz in diesem Jahr von 3,7 auf 6,2 Millionen Euro deutlich erhöht. Diese Steigerung unterstreicht die wachsende Priorität, die der Sicherheit der Bevölkerung in Krisensituationen beigemessen wird.
Die neuen Gerätewagen sind ein wichtiger Schritt, um die Einsatzfähigkeit der Hilfskräfte zu verbessern und die Resilienz des Landes gegenüber möglichen Katastrophen zu stärken. Sie ergänzen die bestehende Infrastruktur und tragen dazu bei, dass Sachsen-Anhalt besser auf Notfälle vorbereitet ist.



