TÜV Nord: Zwei von drei Aufzügen in Sachsen-Anhalt mit Mängeln
TÜV Nord: Zwei von drei Aufzügen mit Mängeln

TÜV Nord: Zwei von drei Aufzügen in Sachsen-Anhalt mit Mängeln

Ein mulmiges Gefühl beim Fahrstuhlfahren? Die Prüfer des TÜV Nord haben im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt eine umfassende Untersuchung von Aufzügen durchgeführt. Die Bilanz zeigt, dass gut zwei Drittel der geprüften Anlagen Mängel aufwiesen – allerdings waren diese zum allergrößten Teil geringer Natur und führten nur selten zu Stilllegungen.

Die Prüfstatistik im Detail

Insgesamt 7.315 Aufzüge wurden vom TÜV Nord im Jahr 2025 in Sachsen-Anhalt überprüft. Bei 63,6 Prozent der Anlagen stellten die Prüfer geringfügige Mängel fest. Dazu zählten beispielsweise:

  • Einzelne ausgefallene Leuchtmittel in der Kabine, im Schacht oder im Maschinenraum
  • Fehlende oder unleserliche Hinweise auf die Tragfähigkeit
  • Unzureichende oder nicht erkennbare Notrufinformationen

Diese kleineren Defizite beeinträchtigen zwar nicht unmittelbar die Sicherheit, sollten jedoch zeitnah behoben werden, um den Komfort und die Informationsqualität für die Nutzer zu gewährleisten.

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Erhebliche und gefährliche Mängel

Bei 8,2 Prozent der geprüften Aufzüge identifizierten die Experten erhebliche Mängel, die die Sicherheit von Fahrgästen und Wartungspersonal gefährdeten. Diese mussten rasch behoben werden. Zu den konkreten Problemen gehörten:

  • Verschlissene Seile und Riemen
  • Mängel an der elektrischen Sicherheitseinrichtung
  • Defekte an wichtigen mechanischen Komponenten

Besorgniserregend waren die Ergebnisse bei 0,2 Prozent der Anlagen, die gefährliche Mängel aufwiesen. Hierzu zählten:

  • Fehlende oder defekte Fangeinrichtungen
  • Nicht funktionierende Geschwindigkeitsbegrenzer
  • Defekte Notrufsysteme
  • Beschädigte Schacht- und Kabinentüren

„Derartige Mängel können zur sofortigen Stilllegung der Aufzugsanlage führen, da sie eine direkte Gefahr für Leib und Leben darstellen“, betonte der TÜV Nord in einer Mitteilung aus Essen. Diese schwerwiegenden Defekte erfordern umgehende Reparaturen, bevor die Aufzüge wieder in Betrieb genommen werden dürfen.

Hintergrund und Bedeutung der Prüfungen

Der TÜV Nord ist eine von mehreren zugelassenen Prüforganisationen in Deutschland, bei denen sich Aufzugbetreiber für die regelmäßigen Sicherheitsüberprüfungen entscheiden können. Die jährlichen Inspektionen sind gesetzlich vorgeschrieben und dienen dem Schutz der Nutzer sowie der Instandhaltung der technischen Infrastruktur.

Die Ergebnisse aus Sachsen-Anhalt zeigen, dass die überwiegende Mehrheit der Mängel zwar geringfügig ist, aber dennoch kontinuierliche Wartung und Aufmerksamkeit erfordert. Die niedrige Quote von gefährlichen Mängeln bei 0,2 Prozent unterstreicht die Wirksamkeit des Prüfsystems, während gleichzeitig auf die Notwendigkeit konsequenter Nachbesserungen hingewiesen wird.

Die regelmäßigen Sicherheitsprüfungen tragen maßgeblich dazu bei, dass Aufzüge in Sachsen-Anhalt überwiegend sicher betrieben werden können, auch wenn kleinere Mängel häufig vorkommen.

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