Fischland-Darß-Zingst: Urlaubsparadies an der Ostseeküste
Fischland-Darß-Zingst: Ostsee-Urlaubsparadies

Die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst ist weit mehr als ein Geheimtipp für Urlaub im eigenen Land. Hier zeigt sich die Ostseeküste von ihrer schönsten Seite. Die herrlichen Strände, etwa zwischen den Ostseebädern Prerow und Zingst, besitzen Südseequalität. Unsere Autorin Dominique Cîrstea denkt oft zurück an unvergessliche Sommertage auf dem Darß.

Kindheitserinnerungen auf dem Darß

Meine Erinnerungen an den Darß sind geprägt von stundenlangem Plantschen im Meer, Barfußlaufen auf heißem Sand, prickelnder Zitronenlimonade aus dem Campingkühler und viel Spaß. Ich begebe mich auf eine Reise – zurück zu den Orten, die ich in meiner Kindheit so sehr lieben gelernt habe.

Mit dem Bus geht es von Stralsund über Barth nach Prerow. Als ich aussteige, breitet sich dieses Gefühl in mir aus: Ein bisschen wie Verliebtheit und Fernweh zugleich. Seit jeher sind Menschen fasziniert von Fischland-Darß-Zingst. Die nahezu unberührte Natur, die Vielfalt an Flora und Fauna und der romantische Touch reetgedeckter Häuser ziehen jährlich Reisende aus ganz Deutschland und dem Ausland an. Wind, Sand und Wellen formten aus den ehemals eigenständigen Inseln über Jahrzehnte ein Konglomerat aus kilometerlangen Stränden, Dünenlandschaften und Wäldern.

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Die Landesgrenze auf dem Fischland-Darß-Zingst

Heute bildet der Darß den mittleren Teil der Halbinselkette Fischland-Darß-Zingst. Zwischen Ahrenshoop und Althagen verläuft die bis 1945 bestehende Grenze zwischen dem vorpommerschen Darß und dem historisch zu Mecklenburg gehörenden Fischland. Die Luft ist erfüllt von einem unverwechselbaren Geruch – einer Mischung aus dem Duft harzender Nadelbäume und dem Salz des Meeres. Ich leihe mir ein Rad und fahre entlang der Dünen, die hier und da den Blick auf das Meer freigeben. Der Wind weht mir fast den neuen Fischerhut vom Kopf, den ich mir nicht aus modischen Gründen zugelegt habe, der aber seinen Dienst als Sonnenschutz sehr ernst nimmt.

Seebrücke und Nationalpark

Ich mache einen kleinen Abstecher auf die Seebrücke und beobachte eine Schar Möwen, die den vorbeilaufenden Urlaubern Pommes oder Eiswaffeln stibitzen. Die frechen Vögel fliegen kreuz und quer durch die Menschenmenge, viele erfolgreich mit Beute im Schnabel. Ich hole mir Crêpes, die ich sofort vor den kreischenden Flugobjekten verteidigen muss, und mache mich auf gen Westen zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, der seinen Namen zurecht trägt. Obwohl sich das Meer hinter den Dünen versteckt, ist das Wasser stets nah.

Leuchtturm aus rotem Backstein

Auf dem Vogelturm habe ich eine atemberaubende Aussicht über die Umgebung. Die Ostsee, die Sandstrände, der angrenzende Wald – Blau, Weiß und Grün sind die Farben, die den Darß für mich am besten beschreiben. Von hier aus ist auch der 1849 in Betrieb genommene Leuchtturm in Born am Darß ersichtlich. Roter Backstein statt der für Leuchtfeuer bekannten weiß-roten Streifenoptik – auch das hat seinen eigenen Charme. Besonders schön ist der nahe gelegene Weststrand. Abgeschieden von jeglicher Zivilisation und umspielt von tosendem Wind, findet man hier einsame Plätze zum Sonnenbaden.

Kranichzüge im Frühjahr und Herbst

Im Frühjahr und Herbst locken die Kranichzüge besonders viele Naturfans hierher. Bis zu 40.000 Tiere halten sich in dieser Zeit in und um Fischland-Darß-Zingst auf. Die Halbinsel gilt damit als der größte Kranichrastplatz Europas. Kein Wunder, dass viele auf den Spuren des Glücksvogels sind, um vielleicht hier ihre Erfüllung zu finden. Quer durch den Darßer Wald mache ich mich auf zurück nach Prerow. Nahe des Prerower Strandes steht meine Unterkunft: vier dünne Wände, ein Reißverschluss.

Leichtigkeit aus Kindertagen wiedergefunden

Ich krabbele in das aufgeheizte Zelt, krame eine warme Flasche Zitronenlimonade und ein Handtuch aus meinem Rucksack und begebe mich zum Strand. Die Wellen wiegen sich rauschend im Wind, das Kreischen der Möwen über mir erklingt in unregelmäßigen Abständen. Manche sind auf der Suche nach schönen Souvenirs oder dem perfekten Fotomotiv. Für mich ist beides eher Nebensache. Dieses Gefühl von Leichtigkeit aber, das ich aus Kindertagen so sehr kenne, habe ich hier wiedergefunden.

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