Dieselpreise belasten Autofahrer in Südthüringen besonders stark
Dieselpreise treffen Südthüringen besonders hart

Dieselpreise belasten Autofahrer in Südthüringen besonders stark

Die aktuellen Entwicklungen an den Tankstellen führen zu erheblichen Belastungen für Autofahrer in Thüringen. Während die Spritpreise allgemein gestiegen sind, trifft der Anstieg beim Diesel bestimmte Regionen im Freistaat besonders hart. Eine detaillierte Analyse der gerade veröffentlichten Fahrzeugbestandsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes zum Jahresbeginn offenbart deutliche regionale Unterschiede in der Betroffenheit.

Regionale Unterschiede bei Dieselautos

Im Zulassungsbezirk Hildburghausen im südlichen Thüringen zeigt sich die höchste Dieselautodichte im gesamten Bundesland. Hier kommen auf 1.000 Einwohner statistisch gesehen 201 Fahrzeuge mit Dieselmotor. Diese Region ist damit besonders anfällig für die aktuellen Preiserhöhungen an den Tankstellen. Es folgen die Zulassungsbezirke Eichsfeld mit 197 und Saale-Orla mit 193 Dieselfahrzeugen pro 1.000 Einwohner.

Hybride mit Dieselmotor wurden in dieser Berechnung nicht berücksichtigt.

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Die geringste Dieselautodichte findet sich dagegen in den urbanen Zentren Thüringens:

  • Jena: 109 Diesel pro 1.000 Einwohner
  • Gera: 114 Diesel pro 1.000 Einwohner
  • Erfurt: 115 Diesel pro 1.000 Einwohner

Benziner-Verteilung im Freistaat

Auch bei den Benzinern zeigen sich markante regionale Unterschiede. Der Kreis Sonneberg weist mit 411 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohnern die höchste Benzinerdichte in Thüringen auf. Weitere Regionen mit hohen Benzinerzahlen sind:

  1. Kreis Greiz: 402 Benziner pro 1.000 Einwohner
  2. Saale-Orla-Kreis: 400 Benziner pro 1.000 Einwohner

Die niedrigsten Werte verzeichnen erneut die Städte:

  • Jena: 244 Benziner pro 1.000 Einwohner
  • Erfurt: 275 Benziner pro 1.000 Einwohner
  • Weimar: 283 Benziner pro 1.000 Einwohner

Elektromobilität als Alternative

Für Besitzer von Elektroautos stellen die aktuellen Tankstellenpreise deutlich weniger ein Problem dar. Die höchste Elektroautodichte in Thüringen findet sich im Eichsfeld mit 19 und in Weimar mit 16 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohnern. Diese Regionen profitieren somit stärker von der Unabhängigkeit von fossilen Kraftstoffen.

Die geringste Verbreitung von reinen Elektrofahrzeugen im Verhältnis zur Bevölkerung zeigen der Kyffhäuserkreis und das Altenburger Land mit jeweils etwa 9 Elektroautos pro 1.000 Einwohnern. Diese statistischen Unterschiede verdeutlichen, wie unterschiedlich die Mobilitätswende in den verschiedenen Regionen Thüringens voranschreitet.

Die regionalen Disparitäten in der Fahrzeugverteilung haben direkte Auswirkungen auf die wirtschaftliche Belastung der Haushalte durch steigende Kraftstoffkosten. Während ländliche Regionen mit hoher Diesel- und Benzinerdichte besonders unter den Preiserhöhungen leiden, sind urbane Zentren und Regionen mit höherer Elektroauto-Dichte besser gegen solche Entwicklungen gewappnet.

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