Die polnische Tennisspielerin Maja Chwalinska hat bei den French Open für eine große Überraschung gesorgt. Als Qualifikantin erreichte sie das Finale und besiegte im Halbfinale die Russin Diana Schnaider mit 7:6 (7:4), 6:4. Damit steht die 24-Jährige als erst zweite Qualifikantin in der Geschichte der French Open im Endspiel eines Grand-Slam-Turniers. Zuvor war dies nur Emma Raducanu bei den US Open 2021 gelungen, die damals sogar den Titel holte.
Chwalinska sorgt sich um ihre Trainer
Nach dem Halbfinalsieg sorgte sich Chwalinska jedoch nicht nur um ihren sportlichen Erfolg, sondern auch um die Gesundheit ihres Teams. Auf einer Pressekonferenz verriet sie schmunzelnd: „Ich bin eigentlich kein besonders abergläubischer Mensch, aber meine Trainer sind es. Die essen jeden Tag Pizza, wirklich jeden Tag, und wir sind jetzt schon drei Wochen hier. Die werden so viel zunehmen. Das wird furchtbar.“
Ein Tennis-Märchen auf dem Court
Für Chwalinska, die mit ihren drei Siegen in der Qualifikation erstmals ins Hauptfeld des Sandplatz-Höhepunkts eingezogen war, ist der Erfolg ein echtes Märchen. „Ich habe das Gefühl, als wäre ich in einer Blase. Ich weiß nicht, was gerade los ist. Ich bin einfach nur sehr glücklich, hier zu sein“, sagte die Polin. Nach nun neun Siegen in Serie wird sie in der Weltrangliste mindestens auf Platz 21 klettern. Zuvor war sie nur auf Rang 114 geführt.
Gemeinsame Vergangenheit mit Iga Swiatek
Chwalinska hatte zu Junioren-Zeiten gemeinsam mit Polens Tennisstar Iga Swiatek im Doppel gespielt. Die Karrieren der beiden verliefen jedoch sehr unterschiedlich: Swiatek gewann sechs Grand-Slam-Titel, während Chwalinska mit vielen Verletzungen und auch einer Depressionsphase zu kämpfen hatte.
Vorbereitung auf das Finale
Im Finale am Samstag trifft Chwalinska auf die 19-jährige Russin Mirra Andrejewa, die im Halbfinale die Ukrainerin Marta Kostjuk mit 6:1, 6:3 besiegte. Andrejewa ist die klare Favoritin, doch Chwalinska will sich bestmöglich vorbereiten. „Ich werde schlafen und ich werde meinen Tee trinken“, sagte sie. „Ich werde mir etwas Gutes anschauen, vielleicht ein bisschen Tennis. Denn ich bin ein kleiner Tennis-Freak.“



