Die tschechische Tennisspielerin Karolina Muchova hat den Wimbledon-Erfolgslauf von US-Star Coco Gauff denkbar knapp gestoppt und ist erstmals ins Endspiel des Rasenklassikers eingezogen. In einem nervenaufreibenden Halbfinale setzte sich die Bad-Homburg-Siegerin mit 6:2, 1:6, 7:6 (12:10) durch. Das Match dauerte 2 Stunden und 35 Minuten.
Match-Tiebreak wird zum Krimi
Im entscheidenden Tiebreak entwickelte sich das Duell zu einem Tennis-Krimi, in dem beiden Kontrahentinnen die Anspannung deutlich anzumerken war. Gauff hatte bei 9:8 den ersten Matchball, verschlug aber eine Vorhand. Muchova nutzte anschließend ihren zweiten Matchball und verwandelte den Sieg. „Es klingt wirklich nett, im Finale zu sein. Um ehrlich zu sein, es war ein großer Kampf, eine Achterbahnfahrt. Es war nervenaufreibend“, sagte die 29-Jährige nach dem Spiel. „Ich zittere.“
Gauff dreht Partie zwischenzeitlich
Die zweimalige Grand-Slam-Turniersiegerin Gauff hatte die Partie nach dem verlorenen ersten Satz zwischenzeitlich gedreht und deutlich aggressiver gespielt. Im dritten Durchgang verlief das Geschehen ausgeglichen, bevor der Tiebreak die Entscheidung brachte. Muchova wirkte bei Temperaturen von über 30 Grad Celsius am Ende des Matches etwas müde, meinte aber, körperlich sei sie okay.
Finale am Samstag: Premieren-Siegerin garantiert
In ihrem zweiten Grand-Slam-Finale spielt Muchova am Samstag gegen die Ukrainerin Marta Kostjuk oder Linda Noskova aus Tschechien um den Titel. Mit dem Ausscheiden von Gauff wird es eine Premierensiegerin bei einem der vier wichtigsten Tennis-Turniere geben. Von anfangs fünf deutschen Frauen im Hauptfeld hatte nur Tatjana Maria die Auftaktaufgabe überstanden, war aber in der zweiten Runde ausgeschieden.



