Die NBA will mit ihrem Europa-Ableger auch für mehr Durchlässigkeit im Club-Basketball des Kontinents sorgen. „Solange man eine sehr gute Mannschaft aufstellt und solange diese Mannschaft gut spielt, hat man das Recht zu träumen. Man hat das Recht zu träumen, dass man sich mit den Giganten, mit den Titanen unseres Kontinents messen kann“, sagte NBA-Europachef George Aivazoglou der Deutschen Presse-Agentur über die Pläne.
Hintergrund: Euroleague als derzeitige Top-Liga
Aktuell gilt die privatwirtschaftlich organisierte Euroleague als beste Liga auf dem Kontinent. Über Erfolg in den nationalen Ligen können sich Teams dafür nicht direkt qualifizieren. Die NBA will gemeinsam mit dem Weltverband Fiba im Oktober 2027 einen Europa-Ableger an den Start bringen.
Sportliche Qualifikation geplant
Nach Aivazoglous Vorstellung soll in einer neuen Wettbewerbsstruktur mit der NBA Europe als höchstem Wettbewerb der Großteil der Plätze in den künftigen europäischen Wettbewerben über sportliche Qualifikation vergeben werden. Allerdings sind auch in der NBA Europe nach jetzigem Stand bis zu zwölf feste Teilnehmer geplant. Vier Teams sollen sich über sportliche Wettbewerbe wie die Champions League der Fiba qualifizieren können.
Verhandlungen mit der Euroleague
Die Gespräche zwischen NBA, Fiba und der Euroleague über eine mögliche Zusammenarbeit gehen in eine entscheidende Phase. „Die Gespräche sind nun richtig in Schwung gekommen. Wir werden uns in ein paar Wochen wieder treffen, und dazwischen wird es wahrscheinlich noch den einen oder anderen Austausch geben, aber es gibt noch einiges zu tun“, sagte Aivazoglou. Bisher ist der europäische Basketball zwischen verschiedenen Wettbewerbern zersplittert.
Aivazoglou betonte aber auch, dass NBA und Fiba ihre Pläne auch ohne die Euroleague umsetzen würden. Bis Ende des Monats müssen Investoren ihre finalen Angebote für eine der festen Franchises einreichen. In der ersten Runde gab es nach Angaben der NBA Gebote in Milliardenhöhe.
Standorte in Deutschland
Als aussichtsreiche Standorte in Deutschland sind Berlin und München im Gespräch. „Wir konzentrieren uns auf die beiden Städte, die wir als die wichtigsten Chancen identifiziert haben“, sagte Aivazoglou. Auch aus anderen Städten gebe es aber Interesse.



