Rostock Seawolves kassieren bittere Niederlage gegen Ost-Rivalen Chemnitz
Im spannenden Ost-Duell der Basketball-Bundesliga (BBL) mussten die Rostock Seawolves eine enttäuschende 73:78-Niederlage gegen die Niners Chemnitz hinnehmen. Trotz einer vielversprechenden Führung gaben die Norddeutschen das Spiel in der entscheidenden Schlussphase aus der Hand und verpassten damit einen wichtigen Sieg im Kampf um die Playoffs. Mit dieser Niederlage rutschen die Wölfe auf den achten Tabellenplatz ab.
Schlussphase mit verheerenden Fehlern
Die entscheidende Wende kam in den letzten Minuten des Spiels. Nach einem erfolgreichen Korbleger von Andy van Vliet zum 70:68 gelang den Rostockern in den verbleibenden 1:49 Minuten kein einziger Punkt mehr. Stattdessen legten die Gäste aus Chemnitz einen verheerenden 10:0-Lauf hin und sicherten sich den Sieg. Drei kostspielige Ballverluste in der letzten Spielminute untergruben dabei die Bemühungen der Seawolves, die statt präziser Pässe zu oft das individuelle Dribbling suchten.
Coach Przemyslaw Frasunkiewicz zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht über die Offensiv-Entscheidungen seiner Spieler in der Schlussphase. „Um am Ende ein Team wie Chemnitz zu besiegen, muss man die entscheidenden Würfe treffen. Wenn man Korbleger verlegt und unter 50 Prozent seiner Freiwürfe verwandelt, ist es sehr schwer zu gewinnen“, analysierte der Trainer die Niederlage. Gleichzeitig würdigte er die starke Leistung der Gegner: „Auf der Gegenseite haben die Chemnitzer schwere Würfe getroffen. Das war der Unterschied.“
Ausfall von Lansdowne macht sich bemerkbar
Besonders schmerzhaft war für die Rostocker der Ausfall von Routinier und Spielmacher DeAndre Lansdowne. Der ehemalige Chemnitzer Spieler musste wegen einer Knöchelverletzung pausieren, was die Spielstruktur der Seawolves deutlich beeinträchtigte. Insgesamt verzeichneten die Norddeutschen 13 Ballverluste, die den Rhythmus des Spiels immer wieder unterbrachen.
Trotz der Niederlage fand Frasunkiewicz auch lobende Worte für sein Team: „Wir haben ein sehr solides Spiel gezeigt, gute Abschlüsse gefunden und gut getroffen. Die 27 Treffer aus dem Feld, die durch 25 Assists entstanden sind, zeigen, dass wir den Ball gut geteilt haben.“ Die besten Werfer der Seawolves waren TJ Schwartz mit 20 Punkten und TJ Crockett Jr. mit 19 Zählern.
Bilanz gegen Chemnitz bleibt negativ
Die Niners Chemnitz bleiben damit der unangenehme Angstgegner für die Rostock Seawolves. Auch im sechsten Anlauf konnten die Norddeutschen kein Heimspiel gegen den Ost-Rivalen gewinnen. Die Bilanz gegen Chemnitz ist damit weiterhin negativ, was die psychologische Hürde für zukünftige Begegnungen erhöht.
Die Rostocker müssen nun schnell die Lehren aus dieser Niederlage ziehen, um in den verbleibenden Spielen der Saison den Anschluss an die Playoff-Plätze nicht zu verlieren. Die nächsten Spiele werden zeigen, ob das Team aus der Hansestadt die nötige mentale Stärke aufbringen kann, um solche knappen Spiele in Zukunft zu ihren Gunsten zu entscheiden.



