US-Golfstar Wyndham Clark hat zum zweiten Mal in seiner Karriere die US Open gewonnen. Der 32-Jährige setzte sich im Shinnecock Hills Golf Club auf Long Island mit einem Gesamtergebnis von 276 Schlägen durch und hatte am Ende einen Schlag Vorsprung auf seinen Landsmann Sam Burns. Bereits vor drei Jahren in Los Angeles hatte Clark die US Open für sich entschieden.
„Der erste Sieg war wie ein Durchbruch, die Erkenntnis, dass ich es schaffen kann“, sagte Clark nach seinem Triumph beim dritten Major-Turnier des Jahres. „Ich verlasse diesen Ort als Champion, und ich bin einfach unendlich dankbar.“ Für den Sieg auf einem der anspruchsvollsten Golfplätze der Welt erhielt der US-Profi ein Preisgeld von 4,5 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 3,9 Millionen Euro).
Zittersieg nach großem Vorsprung
Clark musste am Finaltag noch einmal um den Titel bangen. Mit einem Vorsprung von sechs Schlägen auf den Weltranglistenersten Scottie Scheffler und vier weiteren schlaggleichen Profis war er in die Schlussrunde gestartet. Doch mit einer durchwachsenen letzten Runde und 73 Schlägen brachte er seinen Erfolg fast noch in Gefahr. Am Ende reichte der knappe Vorsprung, um sich den zweiten US-Open-Titel zu sichern.
Scheffler verpasst Karriere-Grand-Slam
Der viermalige Major-Champion Scottie Scheffler belegte mit vier Schlägen Rückstand den geteilten vierten Platz. An seinem 30. Geburtstag verpasste er damit den möglichen Karriere-Grand-Slam. Dem Olympiasieger von Paris fehlt nur noch der US-Open-Titel, um alle vier großen Golf-Turniere mindestens einmal gewonnen zu haben. Scheffler zeigte sich dennoch kämpferisch und blickt optimistisch auf die kommenden Turniere.
Deutscher Hoffnungsträger früh gescheitert
Die deutsche Golf-Hoffnung Matti Schmid war bereits nach zwei Runden klar am Cut gescheitert und verpasste damit die Qualifikation für die beiden Wochenendrunden auf dem Platz rund 150 Kilometer östlich von New York. Der 28-jährige Regensburger hatte vor fünf Wochen bei der PGA Championship mit seinem vierten Platz noch für Aufsehen gesorgt. Für ihn bleibt die Enttäuschung, sich nicht für die entscheidenden Runden qualifiziert zu haben.
Die US Open auf Long Island waren erneut ein Highlight des Golfjahres. Mit Wyndham Clark setzt sich ein Spieler durch, der bereits in der Vergangenheit seine Klasse unter Beweis gestellt hat. Die Konkurrenz um Scottie Scheffler und Sam Burns bleibt jedoch stark, und die kommenden Majors versprechen weitere Spannung.



