Messi-Vorfall: Darum spielt der FC Bayern ausgerechnet in Hongkong
Messi-Vorfall: Warum Bayern in Hongkong spielt

Der FC Bayern München ist am Mittwoch um 16.38 Uhr Ortszeit nach 2 Stunden und 40 Minuten Flugzeit in Hongkong gelandet. Die Mega-Metropole mit rund 7,5 Millionen Einwohnern ist nach der südkoreanischen Vulkan-Insel Jeju das zweite Ziel der Asien-Tour des deutschen Rekordmeisters. Doch warum wählten die Münchner Bosse ausgerechnet Hongkong als Ziel in China? Die Antwort hat mit einem Vorfall um Superstar Lionel Messi zu tun.

China-Verbot nach Messi-Vorfall

Im Februar 2024 gab es in der XXL-Stadt an der Südküste Chinas großen Ärger: Bei einem Testspiel des MLS-Klubs Inter Miami gegen eine chinesische Auswahlmannschaft zahlten Fans bis zu 600 US-Dollar pro Ticket, um Weltstar Lionel Messi (39) zu sehen. Der Haken: Wegen einer angeblichen Adduktoren-Entzündung stand der argentinische Weltmeister von 2022 (auch WM-Finalist 2014 und 2026) keine einzige Sekunde auf dem Platz. Der Messi-Vorfall erboste die chinesische Regierung so sehr, dass seither keine Topklubs mehr Lizenzen für Testspiele in China bekommen. Nach dem Motto: Wir lassen nicht zu, dass unsere Fans veräppelt werden.

Hongkong als Sonderverwaltungszone

Kurios jedoch: Ausgerechnet in Hongkong, dem Schauplatz des Messi-Ärgers, gilt dieses Verbot nicht! Denn Hongkong ist eine Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China und hat deshalb eigene Gesetze und auch Pässe. Auch die Regierung der „Special Administrative Region“ (kurz SAR) unterscheidet sich von der des Festlands – und die lässt Topklubs wie den FC Bayern nach wie vor rein und auch für Testspiele zu.

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Für den deutschen Double-Sieger bot sich durch diese besondere Konstellation die Möglichkeit, nach China zu reisen und am 7. August (14 Uhr deutscher Zeit/live bei FC Bayern TV Plus) in Hongkong ein Testspiel gegen den Europa-League-Champion Aston Villa auszutragen. Das Interessante daran: Für die Bayern-Fans aus China, wo die Münchner eine große Anhängerschaft haben, ist der Weg nicht weit. So können die Verantwortlichen um Marketing-Vorstand Rouven Kasper (44) auf der Asien-Tour (bis 8. August) auch den chinesischen Markt bedienen.

Bayern-Tour als Marketing-Coup

Die Asien-Tour des FC Bayern ist nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich bedeutend. Hongkong bietet den Münchnern die Möglichkeit, in China präsent zu sein, ohne gegen das Verbot zu verstoßen. Die Stadt ist ein wichtiger Finanzplatz und zieht viele chinesische Fans an, die die Gelegenheit nutzen, ihre Lieblingsspieler live zu sehen. Rouven Kasper betonte die Bedeutung der Tour: „Wir sind begeistert, unsere Fans in Asien zu treffen und den FC Bayern in Hongkong zu präsentieren.“

Spiel gegen Aston Villa

Das Testspiel gegen Aston Villa verspricht Spannung, denn der englische Klub hat sich in der Europa League bewiesen. Für Bayern-Trainer Vincent Kompany ist es eine wichtige Gelegenheit, die Mannschaft weiter zu formen. Die Partie wird live bei FC Bayern TV Plus übertragen und dürfte auch in China auf großes Interesse stoßen. Die Bayern hoffen, mit diesem Spiel die Begeisterung für den Klub in der Region weiter zu stärken.

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