Idi Amins Enkel sorgt bei Commonwealth Games für Skandal
Idi Amins Enkel sorgt für Skandal bei Commonwealth Games

Der Enkel des ugandischen Gewaltherrschers Idi Amin, Aziz Abdul, hat bei den Commonwealth Games 2026 in Glasgow für einen Eklat gesorgt. Der 25-jährige Boxer wurde in der dritten Runde seines Kampfes im Superschwergewicht gegen Damar Thomas wegen eines Kopfstoßes disqualifiziert. Anschließend beschimpfte er den Ringrichter und äußerte sich abfällig über Offizielle. Zudem verweigerte er einem Journalisten das Wort, weil dieser kritisch über seinen Großvater berichtet hatte.

Kopfstoß und Disqualifikation

Im Gerangel mit seinem Gegner stieß Abdul mit dem Kopf an dessen Kinn. Der Ringrichter wertete dies als regelwidriges Foul und disqualifizierte den ugandischen Boxer. Abdul zeigte sich uneinsichtig: „Es gab viele Fouls – Festhalten, Ellbogenschläge, jede Menge Mist. Ich kann dazu nur sagen, dass die Entscheidung des Ringrichters nicht richtig ist und ich nicht zufrieden bin.“ Er bestritt, den Kopfstoß absichtlich gesetzt zu haben.

Indirekte Rassismusvorwürfe

Abdul unterstellte den Offiziellen indirekt Rassismus: „Ich bin ein schwarzer Afrikaner, ich weiß das. Das ist Gottes Plan. Ich weiß nicht, warum die Offiziellen Angst vor diesem Kampf haben. Warum können sie diesen Kampf nicht weiterlaufen lassen?“ Diese Aussagen sorgten für weitere Kontroversen. Sein Gegner Damar Thomas zeigte sich ebenfalls unzufrieden mit dem vorzeitigen Ende: „Das war nicht der Weg, wie ich gewinnen wollte“, sagte der 21-jährige Brite, der bereits Bronze sicher hat.

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Pressekonferenz mit Eklat

Bei der anschließenden Pressekonferenz weigerte sich Abdul, mit einem bestimmten Journalisten zu sprechen. „Nein, nicht Sie“, sagte er zu dem Vertreter der Press Association. „Ich mag Sie nicht.“ Ein ugandischer Offizieller ergänzte: „Das liegt an den Dingen, die Sie über seinen Großvater gesagt haben.“ Abdul hatte vor dem Kampf betont, dass ihn die Leistungen seines Großvaters inspiriert hätten und er sehr stolz auf Idi Amin sei.

Lobeshymnen auf den Diktator

Idi Amin regierte von 1971 bis 1979 als diktatorischer Gewaltherrscher in Uganda. Hunderttausende Menschen starben während seiner achtjährigen Amtszeit. Bevor er Präsident wurde, war Amin von 1951 bis 1960 Boxmeister seines Landes. Sein Enkel Aziz Abdul versprach vor dem Kampf, er werde nach dem Sieg gegen den Engländer „der neue König von Schottland“ sein – in Anspielung auf das Angebot seines Großvaters, die Schotten von den Engländern zu befreien. Für Abdul sind die Commonwealth Games bereits beendet.

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