Vier Union-Profis vor dem Abschied: Kaderverkleinerung bei den Eisernen
Vier Union-Profis vor dem Abschied: Kaderverkleinerung

Der Kader des 1. FC Union Berlin platzt aus allen Nähten. Aktuell stehen 30 Profis im Aufgebot der Eisernen, eine Zahl, die weder für die Bundesliga noch für den DFB-Pokal erforderlich ist. Neu-Trainer Mauro Lustrinelli, der im Sommer das Amt übernahm, steht vor der Herausforderung, das Team auf ein schlagkräftiges Maß zu reduzieren. Mit Zeno Van den Bosch, Marvin Friedrich und Stanley Nsoki hat Sport-Boss Horst Heldt bereits drei Neuzugänge verpflichtet. Bevor weitere Verstärkungen kommen, müssen jedoch einige Spieler den Verein verlassen. Nach BILD-Informationen stehen vier Profis besonders im Fokus: Janik Haberer, Marin Ljubicic, Tim Skarke und Robert Skov.

Janik Haberer: Vom Stammspieler zum Überzähligen

Der Mittelfeldspieler Janik Haberer war über Jahre eine feste Größe bei Union. In 109 Bundesliga-Spielen für die Eisernen sammelte er Erfahrung, doch unter dem früheren Trainer Steffen Baumgart verlor er seinen Stammplatz. Auch im neuen System von Lustrinelli zeichnet sich keine Besserung ab. Nach BILD-Informationen plant Union weitere Zugänge im Mittelfeld, was die Konkurrenz auf den Außenbahnen weiter verschärft. Ein Abschied noch im Sommer ist daher wahrscheinlich. Der 32-Jährige könnte sich nach einer neuen Herausforderung umsehen, möglicherweise in der 2. Bundesliga oder im Ausland.

Marin Ljubicic: Teures Missverständnis mit Torquote

Der Kroate Marin Ljubicic gilt als teures Missverständnis. Union zahlte 4,5 Millionen Euro Ablöse an den Linzer ASK, doch der Durchbruch blieb aus. Im vergangenen Winter wurde er an Fortuna Düsseldorf verliehen, die ihn gerne behalten hätte – der Abstieg in die 3. Liga durchkreuzte jedoch diese Pläne. In der aktuellen Vorbereitung zeigte sich der Angreifer mit sechs Toren in guter Form, dennoch möchte Union einen Teil der gezahlten Ablöse zurückholen. Mit sieben Offensivspielern herrscht im Sturm ein klares Überangebot, sodass Ljubicic trotz seiner Treffer kaum Chancen auf einen Stammplatz hat.

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Tim Skarke: Ein Tor in 66 Spielen

Tim Skarke wechselte 2022 zu Union, konnte die Erwartungen jedoch nie erfüllen. In 66 Pflichtspielen gelang ihm lediglich ein Treffer. Leihen zu Darmstadt 98 und Schalke 04 brachten nicht den erhofften Durchbruch. Bereits zum Ende der vergangenen Saison gab es Gerüchte über eine Rückkehr zu seinem Ex-Klub 1. FC Heidenheim. Aktuell deutet vieles darauf hin, dass Skarke die Eisernen verlassen muss, um seine Karriere neu zu starten. Der 29-Jährige besitzt zwar noch einen laufenden Vertrag, doch Union würde einem Wechsel wohl zustimmen.

Robert Skov: Pech mit Verletzungen

Auch Robert Skovs Zeit bei Union verlief nicht nach Plan. Der Däne wurde immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen, insbesondere Waden- und Fußprobleme setzten ihn fast ein Jahr außer Gefecht. So stehen bisher nur 20 Pflichtspiele für den Mittelfeldspieler zu Buche. Aktuell kann Skov nur teilaktiv trainieren, was die Zeichen auf einen Abschied verstärkt. Da sein Vertrag noch läuft, könnte eine Leihe oder ein ablösefreier Wechsel im Raum stehen.

Die Kaderplanung von Union Berlin

Union Berlin steht vor der schwierigen Aufgabe, den Kader nicht nur zu verkleinern, sondern auch finanziell sinnvoll zu gestalten. Die Abgänge von Haberer, Ljubicic, Skarke und Skov würden nicht nur Platz für neue Spieler schaffen, sondern auch Gehaltskosten senken. Sport-Boss Horst Heldt betonte in den vergangenen Wochen mehrfach, dass der Kader schlanker und wettbewerbsfähiger werden müsse. Für die betroffenen Profis bedeutet dies, dass ihre Zukunft in Köpenick alles andere als gesichert ist. Die Transferphase läuft noch bis Ende August, sodass Zeit für Verhandlungen bleibt. Lustrinellis System erfordert eine hohe Laufbereitschaft, weshalb ein zu großer Kader kontraproduktiv wäre. Die kommenden Wochen werden zeigen, welche Spieler das Vertrauen des Trainers genießen und wer den Verein verlassen muss.

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