BVB-Transfer-Flop Carney Chukwuemeka soll unter Kovac durchstarten
Chukwuemeka soll unter Kovac beim BVB durchstarten

Dieser Tage trainiert Borussia Dortmund auf seiner Asien-Reise in Japan – und ein Spieler steht dabei besonders im Fokus: Carney Chukwuemeka. Der 22-jährige Offensivspieler, den der BVB im vergangenen Sommer für 20 Millionen Euro von Chelsea fest verpflichtet hatte, galt nach einer ernüchternden Saison in der Bundesliga bereits als Transfer-Flop. Nun aber, unter Trainer Niko Kovac (54), soll der Österreicher seine neue Chance bekommen. Drei Gründe geben den Dortmunder Verantwortlichen Hoffnung.

Mehr Physis für den Kovac-Fußball

Der erste Grund ist die körperliche Entwicklung. Chukwuemeka hat die vergangenen Monate offenbar genutzt, um seine Fitness entscheidend zu verbessern. Kovac bestätigt: „Wenn man sich Carney im Vergleich zu seiner Ankunftszeit anschaut, ist er deutlich massiger geworden. Er hat an Physis zugelegt.“ Der Trainer hatte ihm zuvor unmissverständlich erklärt, dass Robustheit und körperliche Belastbarkeit im Kovac-Fußball Grundvoraussetzung sind. Chukwuemeka hat die Botschaft verstanden und in Eigenregie umgesetzt.

Diese Arbeit dürfte sich auszahlen, denn der BVB-Coach plant offenbar fest mit dem 22-Jährigen. Noch während der laufenden Asien-Reise bekommt Chukwuemeka Gelegenheit, sich für einen Stammplatz zu empfehlen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Erstmals eine komplette Vorbereitung

Der zweite Grund hängt mit der Vorbereitung zusammen. Chukwuemeka war im Winter 2025 zunächst auf Leihbasis zum BVB gekommen – ohne jede Eingewöhnungszeit. Im Sommer darauf wurde er fest verpflichtet, allerdings erst gegen Ende der Transferperiode, weil die Dortmunder Bosse mit Chelsea wochenlang um die Ablösesumme verhandelten. Eine richtige Saisonvorbereitung blieb dem Österreicher dadurch verwehrt, was seine schwache Leistungsausbeute in der Vorsaison zumindest teilweise erklärt.

Nun absolviert Chukwuemeka erstmals den Großteil der Vorbereitung mit der Mannschaft. Trotz der hohen Temperaturen und extremen Luftfeuchtigkeit lässt Kovac in Japan unter Volldampf trainieren – für den jungen Offensivspieler die Gelegenheit, das System des Kroaten aufzusaugen und sich taktisch vollständig zu integrieren.

Urlaubsverzicht als klares Zeichen

Der dritte Grund dürfte die Verantwortlichen besonders hoffnungsvoll stimmen: Chukwuemeka hat mit Österreich an der Weltmeisterschaft teilgenommen und hätte daher eigentlich noch Urlaub zugestanden – wie beispielsweise seinem Nationalmannschaftskollegen Marcel Sabitzer (32). Doch anders als Sabitzer verkürzte Chukwuemeka seinen Urlaub, um mit dem BVB nach Asien zu fliegen. Dieses Signal kam bei Kovac extrem gut an, wie er dem Spieler mitteilte.

Diese Einstellung zeigt, dass Chukwuemeka den Kampf um einen Platz in der Dortmunder Offensive ernst nimmt. Nach der enttäuschenden Vorsaison – nur acht Startelfeinsätze, zwei Tore und keine Torvorlage in der Bundesliga – hat er verstanden, dass er nun liefern muss.

Bilanz der Vorsaison war ernüchternd

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Gemessen an der Ablösesumme von 20 Millionen Euro und den Erwartungen des Klubs ist eine Saison mit acht Startelfeinsätzen und zwei Treffern ohne Vorlage schlicht zu wenig. Von außen wurde daher schnell der Begriff „Transfer-Flop“ bemüht. Nun aber, mit gestärkter Physis, einer vollständigen Vorbereitung und dem nachgewiesenen Willen, hat Chukwuemeka die Chance, dieses Urteil zu korrigieren.

Ob ihm das gelingt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Die Asien-Reise wird noch andauern, danach folgen Testspiele und der Saisonstart. Der Trainer hat seine Erwartungen klar formuliert – jetzt muss Chukwuemeka auf dem Rasen liefern.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration