Der Staatsrat in Peking hat den Bau von acht neuen Atomreaktoren genehmigt. Wie staatliche Medien am Freitag mitteilten, gab die Regierung grünes Licht für vier Projekte mit jeweils zwei Reaktorblöcken. Damit setzt China den massiven Ausbau seiner Atomenergie fort.
Mehr als 170 Milliarden Yuan für neue Kraftwerksblöcke
Die Gesamtinvestition für die neuen Anlagen wird auf mehr als 170 Milliarden Yuan geschätzt – umgerechnet rund 22 Milliarden Euro. Das berichtet das regierungsnahe Medium „Pengpai“. Die Standorte liegen in den Provinzen Zhejiang, Guangdong, Liaoning und Shandong.
Zuvor bereits zehn Reaktoren genehmigt
Erst in diesem Jahr hatte Peking den Bau von zehn weiteren Reaktorblöcken genehmigt, die Investitionen von rund 200 Milliarden Yuan erfordern. Die neuen Beschlüsse reihen sich ein in die Strategie der Regierung, die Atomkraft als wichtige Säule der Energieversorgung auszubauen.
Größte Atomkraftflotte der Welt
China ist bereits heute das Land mit der weltweit größten installierten Atomkraftleistung. Einem im April veröffentlichten Branchenbericht zufolge lag die Kapazität bei 125 Gigawatt. Damals waren 60 Reaktoren in kommerziellem Betrieb, 36 weitere befanden sich im Bau.
Die Volksrepublik ist nach Indien das bevölkerungsreichste Land der Erde und nach den USA die zweitgrößte Volkswirtschaft. Gleichzeitig ist sie auch bei den erneuerbaren Energien weltweit führend.



