DFB nach WM-Desaster: Beben steht bevor – Klopp als Nagelsmann-Nachfolger gehandelt
DFB nach WM-Desaster: Beben steht bevor – Klopp als Nachfolger gehandelt

Nach dem desaströsen Vorrundenaus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft zeichnet sich ein massiver Umbruch ab. Wie der SPIEGEL aus DFB-Kreisen erfahren hat, rechnet intern niemand mehr mit einem Verbleib von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Stattdessen deutet alles auf Jürgen Klopp als Nachfolger hin. „Es wird ein Beben geben“, zitiert der SPIEGEL einen Funktionär.

Nagelsmanns Abgang scheint besiegelt

Die Stimmung nach der Rückkehr der Mannschaft war gedrückt. Nagelsmann selbst hatte nach dem Aus erklärt: „Es würde nicht jeder unterschreiben, dass ich Bundestrainer bleibe.“ Medienberichten zufolge verließ er den Flughafen München durch einen Hinterausgang, begleitet von seiner Frau Lena und seiner Mutter Burgi. Die dpa berichtete, dass nicht einmal mehr die schwarz-rot-goldenen Cheerleader-Pompons geschwenkt wurden, stattdessen fiel strömender Regen.

Ein Team um SPIEGEL-Kollege Jörn Meyn hat die Vorgänge im WM-Quartier der vergangenen Tage und Wochen rekonstruiert. „Wir haben mit Funktionären, Spielern, Bundesligamanagern und einflussreichen Beratern gesprochen“, sagt Meyn. „Die allermeisten wollten nicht zitiert werden. Aber das Bild, das in diesen Gesprächen entstand, ist eindrücklich.“ Demnach fiel das Team so schnell auseinander wie zuvor auf dem Rasen. „Dass Nagelsmann Bundestrainer bleibt, glaubt wohl niemand mehr im DFB“, berichten die Kollegen. „Intern gehen sie davon aus, dass es nicht mehr lange dauern wird.“

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Klopp als Wunschlösung

Alles deute auf Jürgen Klopp als Nachfolger hin. Der ehemalige Liverpool-Trainer gilt seit Langem als Wunschkandidat des DFB. Ein Funktionär wird mit den Worten zitiert: „Es wird ein Beben geben.“ Die Entscheidung könnte in den kommenden Tagen fallen.

Grönland: Das giftige Erbe der USA

Unterdessen zeigen neue Recherchen das Ausmaß der Umweltverschmutzung durch frühere US-Militärbasen in Grönland. Die dänische Tageszeitung „Politiken“ und der SPIEGEL, Teil des Netzwerks European Investigative Collaborations (EIC), haben erstmals das Ausmaß der Schäden an 36 früheren US-Stützpunkten dokumentiert. Tausende Seiten bislang unbekannter Berichte und interner Dokumente liefern Einblicke in die Hinterlassenschaften der Amerikaner. Ölfässer, Asbest, radioaktives Wasser und Schwermetalle lagern teils unter freiem Himmel.

„In dem Fall geht es nicht nur um historische Verantwortung, sondern auch die Gegenwart“, berichten die Kollegen Jan und Sara. „Seit Monaten verhandeln Vertreter der USA, Dänemarks und Grönlands über die Zukunft der weltgrößten Insel.“ Laut Insiderberichten soll die Basis Narsarsuaq wiederbelebt werden. Das dänische Königreich hat den Amerikanern schon vor Monaten nahezu freie Hand gegeben. „Fraglich ist, ob und in welchem Ausmaß Washington den Schutz der grönländischen Umwelt dieses Mal gewährleisten wird.“

Immer mehr 25-Jährige wohnen bei den Eltern

Das Statistische Bundesamt hat neue Zahlen veröffentlicht: Jeder dritte 25-Jährige in Deutschland wohnte im vergangenen Jahr noch bei den Eltern. Der Wert ist damit erneut gestiegen. Dabei zeigt sich ein deutlicher Geschlechterunterschied: Bei den Männern waren 36 Prozent mit 25 Jahren noch nicht ausgezogen, bei den Frauen nur 23 Prozent. Mit 30 Jahren wohnten noch 13 Prozent der Söhne im Elternhaushalt, aber nur sieben Prozent der Töchter. Mit 40 Jahren sank dieser Anteil auf fünf Prozent bei den Männern und zwei Prozent bei den Frauen.

Diese Entwicklung passt zur Erzählung vom jungen, abgehängten, unselbstständigen Mann. In den USA wird diese Debatte unter anderem von Scott Galloway befeuert, Ökonom, Unternehmer und Professor an der New York University. In seinem Buch „On Being a Man“ vermischt er fundierte Statistiken mit anekdotischer Evidenz und eigenen Glaubenssätzen. „Nur jeder dritte junge Mann unter 30 ist in einer Beziehung, im Vergleich zu zwei von drei Frauen“, sagte Galloway kürzlich. Seine These: Weniger Wohlstand + weniger Sex = mehr Frust. Sein Rat an junge Männer: „Geht raus, und zwar jeden Tag, verlasst Euer zu Hause, lernt Leute kennen. Und ja, es gehört dazu, sich Abfuhren von Frauen zu holen. Ihr haltet das aus.“

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