Dynamo Dresden: Gewinner und Verlierer der Vorbereitung – Remus erhält Gehaltserhöhung
Dynamo Dresden: Gewinner und Verlierer der Vorbereitung

Nur noch die Generalprobe am Samstag (14 Uhr) gegen Union Berlin zur Saisoneröffnung im Harbig-Stadion – dann startet Dynamo Dresden in die 2. Liga. Die Vorbereitung liefert erste Tendenzen, welche Spieler ihre Ausgangspositionen verbessern oder verschlechtern konnten. BILD nennt die Gewinner und Verlierer im Team.

Die Gewinner der Vorbereitung

Kaan Inanoglu (20): Der Neuzugang von Eintracht Frankfurt II spielte vor einem Jahr noch in der Oberliga, doch in Dresden zeigte er kaum Anpassungsschwierigkeiten. Inanoglu duelliert sich mit Jakob Lemmer (26) um die Startelf-Position auf Rechtsaußen und konnte in den Testspielen immer wieder positiv auffallen. SGD-Sportdirektor Sören Gonther (39) lobte seine taktische Flexibilität: „Kaan kann auch die Halbseite spielen, ist eine gute Ergänzung im Kader, weil er nicht an der Seitenlinie klebt.“ Der US-Boy mit türkischen Wurzeln hat sich einen Platz im engeren Kader erkämpft.

Friedrich Müller (20): Das Innenverteidiger-Juwel konnte sich gegen die neue interne Konkurrenz wie Ahmet Muhamedbegovic (27) bislang behaupten. Im Doppeltest gegen Cottbus (1:2 und 2:1) stand er in der vermeintlichen Startelf der ersten 90 Minuten. Der Stammplatz-Kampf ist noch nicht gewonnen, aber überraschend aussichtsreich für den Youngster, der seine erste Zweitliga-Saison bestätigen will.

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Niklas Remus (18): Den Jungen hatte keiner auf dem Zettel, jetzt ist sein Name auf dem Radar. In vier Testspielen gelangen dem linken Flügelspieler drei Tore. Dynamo reagierte umgehend und stattete den für die U21 eingeplanten Kicker neu mit einem Fördervertrag aus. Nach BILD-Informationen erhielt Remus eine kleine Gehaltserhöhung im Vergleich zum Jugendspieler-Kontrakt. Beweist er sich weiter, winkt im nächsten Schritt ein echter Profivertrag und eine große Zukunft.

Die Verlierer der Vorbereitung

Tobias Raschl (26): Der neue Mittelfeldmann von Preußen Münster verpasste aufgrund einer Sprunggelenksverletzung die Chance, sich anzubieten. Aktuell befindet er sich noch im individuellen Aufbautraining. Es dürfte länger dauern, bis er sich in den Fokus arbeiten kann.

Brooklyn Ezeh (25): Der aus Hannover geholte Linksverteidiger kämpfte in der wichtigsten Vorbereitungsphase mit muskulären Problemen. Immerhin konnte er am Dienstag Teile des Mannschaftstrainings wieder absolvieren. Zunächst kann er Alexander Rossipal (30) kaum den Stammplatz streitig machen.

Nils Fröling (26): Der in den USA geborene Schwede konnte seine Rolle als Reservist nicht ausbauen. In den Testspielen fiel er nicht auf. Auch dass er bis zur Rückholaktion von Ben Bobzien weniger Mitspieler auf seiner Position hatte, nutzte er nicht. „Es war vielleicht ein Neustart für mich. Aber die Konkurrenz ist hart. Ich will gegen Union nochmal ein gutes Spiel machen“, sagt Fröling zu BILD. Ihm droht ein schwerer Stand im Laufe der Saison.

Luca Herrmann (27): Der zentrale Mittelfeldspieler laborierte zunächst an einem leichten Faserriss in den Adduktoren. Er kämpft verbissen, aber trotz der Verletzung von Raschl ist Herrmann noch ein gutes Stück hinter der Startelf. So muss er über auffällige Leistungen nach Einwechslungen auf sich aufmerksam machen, um im Blickfeld zu bleiben.

Trainer Thomas Stamms Botschaft

Noch ist es früh, und der Doppeltest gegen Cottbus (2:1/1:2) offenbarte, dass sich alles schnell drehen kann. Dementsprechend müssen sich weiter alle SGD-Profis beweisen. Trainer Thomas Stamm (43) betont: „Die Tür ist offen!“ – allerdings nur bei klaren Signalen an den Coach. Die Konkurrenz bleibt hart, und die letzten Plätze im Kader sind noch nicht endgültig vergeben.

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