Leo Sauer: Stuttgarts neuer slowakischer Wirbelwind im Porträt
Leo Sauer: Stuttgarts neuer Wirbelwind im Porträt

Der VfB Stuttgart hat mit Leo Sauer einen Angreifer verpflichtet, der dem deutschen Fußball bereits schmerzhaft in Erinnerung ist. Der 20-jährige Slowake wechselte für 12,5 Millionen Euro von Feyenoord Rotterdam nach Stuttgart und soll dort die linke Offensivseite beleben. Im Werben um den Flügelspieler setzten sich die Schwaben gegen die TSG Hoffenheim und Benfica Lissabon durch.

Durchbruch gegen die DFB-Elf

Seine Sternstunde erlebte Sauer im September vergangenen Jahres, als er mit der slowakischen Nationalmannschaft die deutsche Auswahl in Bratislava mit 2:0 besiegte. In der WM-Qualifikation war Sauer ein ständiger Unruheherd und bereitete der deutschen Defensive große Probleme. Der damals debütierende Frankfurter Namdi Collins (22) war mit dem Tempo des Slowaken derart überfordert, dass er bereits zur Halbzeit ausgewechselt werden musste. Für Collins kam der heutige Stuttgarter Maximilian Mittelstädt (29) ins Spiel, der nun im Training täglich gegen Sauer antreten darf. Sauer selbst erinnert sich: „Das Spiel war ein ganz großes Ding für den slowakischen Fußball. Alle meine Freunde erinnern sich bis heute daran und sprechen darüber. Es war ein verrücktes Spiel.“

Spielstil und Rolle beim VfB

Mit seinen Bewegungen und dem starken rechten Fuß erinnert Sauer an Chris Führich (28), der ebenfalls über die linke Seite kommt, die Linie entlangläuft und dann in die Mitte zieht, um den Abschluss zu suchen. Auch der elfmalige slowakische Nationalspieler hat dieses Muster in der Vergangenheit oft gezeigt. In der abgelaufenen Eredivisie-Saison erzielte Sauer drei Tore und gab zwei Vorlagen. Beim VfB soll er Führich Druck machen und für mehr Tiefe im Spiel sorgen.

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Privat ein ruhiger Typ

So schnell der 20-Jährige auf dem Platz ist, so entspannt geht es abseits des Rasens zu. Sauer über seine Freizeit: „Wenn ich zuhause bin, mag ich es, einfach zu chillen, Playstation zu spielen oder mit den Freunden zu telefonieren. Da bin ich eher der ruhige Typ.“ Diese Bodenständigkeit dürfte ihm bei der Eingewöhnung in der neuen Umgebung helfen. Bei VfB-TV sagte er: „Das ist der nächste Schritt für mich in meiner Entwicklung. Ich freue mich sehr darauf.“

Konkurrenzkampf und Perspektive

Mit Sauer und dem etablierten Führich hat Trainer Sebastian Hoeneß nun zwei Optionen für die linke Angriffsseite. Der Neuzugang bringt frisches Tempo und Dribbelstärke mit, die die Bundesliga-Abwehrreihen vor neue Herausforderungen stellen dürften. Der VfB hofft, dass Sauer an seine starke Leistung gegen die DFB-Elf anknüpfen kann und langfristig eine feste Größe im Team wird.

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