Alba Berlins Malte Delow: „Alle drei Meistertitel in München geholt“
Malte Delow: Alle drei Meistertitel in München geholt

Ab Freitag (20.30 Uhr) startet Alba Berlin auswärts in die Finalserie der Basketball-Bundesliga. Gegner ist erneut Bayern München. Malte Delow, der mit den Berlinern bereits dreimal Deutscher Meister wurde – jedes Mal in München –, spricht im Interview über die anstehenden Spiele, die Rivalität und seine Erinnerungen.

Überraschung gegen den Favoriten

Gefragt, wie Alba gegen den deutlich favorisierten Rivalen aus dem Süden bestehen kann, sagt Delow: „Wir müssen unser Spiel forcieren. Unser Stil basiert auf Tempo, Energie und viel Druck. Gegen Vechta und Bamberg hat man gesehen, dass wir Probleme bekommen, wenn wir da auch nur um ein Prozent nachlassen. Deshalb ist es wichtig, dass wir von Beginn an voll da sind und Bayern nicht einfach ins Rollen kommen lassen. Wenn so ein Team mit so viel individueller Klasse in seinen Rhythmus findet, wird es sehr schwer, weil sie auf allen Positionen gute Qualität haben. Deswegen müssen wir versuchen, es möglichst hektisch zu gestalten. Das spielt ein bisschen in unsere Stärken rein – wir sind etwas jünger und können daraus vielleicht Kapital schlagen. Aber es wird auf jeden Fall schwer.“

Müdigkeit als Faktor

Alba musste in den Play-offs zweimal über fünf Spiele gehen, während Bayern noch ungeschlagen ist. Delow sieht darin keinen eindeutigen Nachteil: „Wir sind natürlich etwas müde, weil es viele Spiele waren. Aber auf der anderen Seite sind wir sehr stolz und glücklich, dass wir es geschafft haben. Gegen Bamberg war es eine toughe Serie, die uns viel abverlangt hat. Man kann aus beiden Situationen Positives ziehen. Klar wäre es schön gewesen, ausgeruhter zu sein. Aber so sind wir im Rhythmus, können hoffentlich den Flow und das Selbstbewusstsein aus Spiel fünf mitnehmen und Bayern im ersten Spiel vielleicht überraschen. Das war nach der Viertelfinalserie gegen Vechta genauso – dieselbe Situation, und es hat funktioniert.“

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Rivalität mit besonderer Bedeutung

Auf die Frage nach der Wahrnehmung der Rivalität antwortet Delow: „Es sind immer besondere Spiele – das Duell mit der meisten Bedeutung, auch für die Fans. Es gibt viel Geschichte dahinter, viele Finals. Man kennt sich inzwischen gut, es sind auch einige ehemalige Alba-Spieler jetzt in Münchens Kader. Es sind immer coole Spiele.“

Kontakt zu Ex-Kollegen

Zu möglichen Kontakten mit Oscar da Silva, Niels Giffey oder David McCormack sagt Delow lachend: „Während der Saison reden wir natürlich, wenn wir uns sehen. Aber vor einem Finale habe ich den Jungs nichts zu sagen. Und wenn es um einen Titel geht, macht es am Ende auch keinen riesigen Unterschied, ob man den Gegner kennt oder nicht. Da ist man motiviert, egal wer da steht.“

Seltenere Duelle seit Euroleague-Aus

Seit Alba nicht mehr in der Euroleague spielt, sind die Begegnungen mit Bayern seltener geworden. Delow erklärt: „Ein bisschen schon. Wir haben sie diese Saison noch nicht oft gesehen, und das erste Spiel ist schon eine Weile her. Wobei ich sagen muss: Wenn man sich so häufig sieht wie früher, ist das unter der Saison sowieso eine andere Situation als in den Play-offs. Man bereitet sich dann ganz anders vor, ist auch körperlich anders bereit. Von daher wird es so oder so ein neues Spiel werden.“

Besondere Momente in München

Seinen lebhaftesten Alba-Bayern-Moment beschreibt Delow so: „Die Titel. Ich bin dreimal Deutscher Meister geworden – alle dreimal in München. Da kann man schon sagen, dass ich schöne Erinnerungen an Endspiele in München habe. Einmal haben wir hier in Berlin verloren. Aber die Finals insgesamt – alle auf ihre Art sehr schön –, das sind die Momente, die bleiben.“

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