CSD-Attentäter Abdul Ballout von Polizei erschossen – letzte Minuten
CSD-Attentäter Ballout von Polizei erschossen

Der mutmaßliche Attentäter des Christopher-Street-Day (CSD) in Berlin, Abdul Ballout, ist am späten Montagabend von Spezialeinsatzkräften (SEK) erschossen worden. Das bestätigten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag. Der 29-Jährige wurde gegen 18 Uhr in einer Kleingartenkolonie im Berliner Bezirk Spandau gestellt und bei einem Schusswaffeneinsatz tödlich verletzt.

Hinweis aus dem Umfeld führte zu Ballout

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur stammte der entscheidende Tipp zu Ballouts Aufenthaltsort aus dessen eigenem Umfeld. Ermittler hatten seit Tagen intensiv nach dem Verdächtigen gefahndet, der im Verdacht steht, bei der CSD-Veranstaltung am vergangenen Samstag einen Angriff mit einem Messer geplant zu haben. Dank des Hinweises konnten die Beamten die Kleingartenanlage in Spandau lokalisieren und umstellen.

Gegen 18 Uhr drangen SEK-Kräfte in die Laube ein, in der sich Ballout verschanzt hatte. Nach Angaben der Polizei habe der Verdächtige die Beamten mit einer Waffe bedroht, woraufhin die Einsatzkräfte von ihrer Schusswaffe Gebrauch machten. Eine Kugel traf Ballout in die Brust. Er starb noch am Tatort. Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen.

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Einsatz verlief ohne weitere Verletzte

Der Polizeieinsatz verlief nach bisherigen Erkenntnissen ohne weitere Verletzte. Die Kleingartenkolonie wurde weiträumig abgesperrt, Kriminaltechniker sicherten Spuren. Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Tötung im Amt gegen die beteiligten Polizeibeamten eingeleitet, wie es bei solchen Einsätzen üblich ist.

Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Ballout war nach dem CSD-Angriff untergetaucht. Die Polizei hatte mit einer Großfahndung nach ihm gesucht, auch die Öffentlichkeit wurde um Mithilfe gebeten. Über das Motiv des Täters ist weiterhin nichts bekannt. Die Ermittlungen zu möglichen Hintergründen und Netzwerken dauern an.

Berliner Innensenatorin Dr. Martina Kling (parteilos) dankte den Einsatzkräften für ihre „besonnene und professionelle Arbeit“. Sie betonte: „Die Gefahr, die von Abdul Ballout ausging, wurde von unseren Sicherheitsbehörden erfolgreich neutralisiert. Das ist ein wichtiger Erfolg im Kampf gegen Extremismus und Gewalt.“ Weitere Details zu dem Einsatz werden im Laufe des Tages erwartet.

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