Gedenkveranstaltung in Potsdam
Zwei Tage nach dem Terroranschlag am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin haben sich in Potsdam hunderte Menschen versammelt, um der Opfer zu gedenken. Die Polizei sprach am Abend von rund 500 Teilnehmern. Sie trugen Regenbogenfahnen und zeigten Transparente für Vielfalt und Toleranz. Viele legten Blumen an einem großen Banner vor der Nikolaikirche nieder. Auch Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (parteilos) und Brandenburgs Sozialminister René Wilke (SPD) waren unter den Anwesenden.
Zwischenfall mit einem Störer
Während der friedlichen Versammlung kam es zu einem Zwischenfall. Ein der AfD nahestehender YouTuber provozierte die Teilnehmer, woraufhin es zu einem Wortgefecht kam. Die Polizei schritt ein und führte den Mann weg, wie ein Polizeisprecher mitteilte. „Weil der YouTuber provoziert habe, sei die Polizei dazwischen gegangen und habe den Mann weggeführt“, so der Sprecher. Aus der Menge waren Rufe wie „Nazis raus“ zu hören. Der YouTuber konnte die Versammlung jedoch aus sicherer Entfernung weiterhin beobachten. Die Polizei bestätigte, dass es sich um einen Störer handelte, der von den Einsatzkräften von den Demonstranten getrennt wurde.
Reaktionen und Hintergrund
Die Gedenkveranstaltung in Potsdam war eine von mehreren in der Region nach dem Anschlag in Berlin. Die Potsdamer Oberbürgermeisterin Aubel äußerte sich betroffen über den Vorfall und betonte die Bedeutung von Zusammenhalt und Toleranz. Auch der Sozialminister Wilke zeigte sich solidarisch mit den Opfern. Der Anschlag, der sich am Rande des Berliner CSD ereignet hatte, hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst. In vielen Städten fanden Mahnwachen und Gedenkaktionen statt. Die Polizei in Potsdam zog eine positive Bilanz der Versammlung, abgesehen von dem Zwischenfall mit dem Störer. Die Ermittlungen zu dem Anschlag in Berlin dauern an.



