Nach über einem Jahr Pause aufgrund einer schweren Knieverletzung steht Mitchell Weiser vor seinem Comeback bei Werder Bremen. Der 30-jährige Außenbahnspieler hatte sich im Oktober 2022 einen Kreuzbandriss zugezogen und fiel seitdem aus. Nun hat der Verein einen konkreten Fahrplan für seine Rückkehr aufgestellt.
Schrittweiser Aufbau statt Risiko
Laut Werder-Trainer Ole Werner soll Weiser zunächst nur Kurzeinsätze absolvieren, um ihn behutsam an die Belastung heranzuführen. „Wir werden Mitchell nicht überstürzen. Er hat hart gearbeitet, aber nach so einer langen Pause müssen wir Geduld haben“, erklärte Werner auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den FC Augsburg. Geplant sei, Weiser in den kommenden Partien für 20 bis 30 Minuten einzuwechseln, bevor er dann in einigen Wochen wieder in der Startelf stehen könne.
Test bestanden: Einsatz im Testspiel
Bereits am vergangenen Wochenende hatte Weiser in einem Testspiel gegen den VfL Osnabrück 45 Minuten gespielt und dabei keine Probleme gezeigt. „Das war ein wichtiger Schritt. Er hat sich gut bewegt und hatte keine Schmerzen. Das gibt uns allen Zuversicht“, sagte Werders Sportchef Clemens Fritz. Weiser selbst zeigte sich erleichtert: „Es war ein langer Weg, aber ich bin bereit, wieder zu spielen. Ich freue mich riesig auf die Rückkehr vor den Fans.“
Statistik: Weisers Bedeutung für Werder
Vor seiner Verletzung war Weiser eine feste Größe im Bremer Spiel. In der Saison 2022/23 absolvierte er neun Pflichtspiele, erzielte ein Tor und bereitete zwei Treffer vor. Seine Schnelligkeit und Offensivdrang auf der rechten Seite waren für das Team von Trainer Werner oft ein entscheidender Faktor. Mit seiner Rückkehr erhofft sich Werder mehr Druck über die Außenbahnen.
Auswirkungen auf das Team
Die Rückkehr von Weiser könnte auch taktische Veränderungen mit sich bringen. Bislang ersetzten Spieler wie Felix Agu oder Anthony Jung ihn auf der rechten Seite. Werner betonte jedoch: „Mitchell bringt Qualitäten mit, die wir so nicht haben. Er wird uns definitiv weiterhelfen.“ Die Konkurrenz im Kader wird dadurch größer, was die Leistungsdichte im Training erhöhen dürfte.
Werder Bremen steht aktuell auf dem 10. Tabellenplatz der Bundesliga und hat in den letzten Spielen offensiv oft gefehlt. Der Fahrplan mit Weiser sieht vor, dass er nach den Länderspielen im November erste Startelf-Einsätze bekommen könnte. Bis dahin bleibt es bei Kurzeinsätzen, um das Verletzungsrisiko zu minimieren.



