Belgien im Viertelfinale: Lukaku verspottet Trump nach 4:1-Sieg gegen USA
Belgien im Viertelfinale: Lukaku verspottet Trump

Nach dem 4:1-Erfolg über die USA im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft haben die belgischen Spieler mit einer symbolträchtigen Geste für Aufsehen gesorgt. Romelu Lukaku, der als Joker eingewechselt worden war, imitierte nach seinem Tor eine telefonierende Person – eine Anspielung auf US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino. Die Aktion war eine direkte Reaktion auf die umstrittene Sperre von Folarin Balogun, die auf Druck Trumps zustande gekommen sein soll.

Belgischer Verband stichelt gegen Trump

Der belgische Fußballverband postete auf sozialen Medien ein Foto von Lukaku in der provokativen Pose mit der Bildunterschrift: „Macht das mal rückgängig.“ Damit bezog sich der Verband auf die von Trump geforderte und durchgesetzte Sperre Baloguns, die in der Fußballwelt für Empörung gesorgt hatte. Die Szene spielte sich im Lumen Field in Seattle ab, wo Belgien die USA mit 4:1 besiegte und sich für das Viertelfinale qualifizierte.

Dort trifft die Mannschaft von Trainer Rudi Garcia am Freitag (21.00 Uhr MESZ) in Inglewood bei Los Angeles auf Europameister Spanien. Für Belgien ist es eine unerwartete Rückkehr in die Runde der letzten Acht, nachdem das Team in den vergangenen Jahren oft als Geheimfavorit gehandelt wurde, aber nie ganz vorne landete.

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Lukaku als Joker und Teamplayer

Romelu Lukaku, der bei dieser WM zunächst kaum Einsatzzeit bekam, hat sich als entscheidender Faktor erwiesen. Der 33-jährige Stürmer des SSC Neapel erzielte in den letzten drei Spielen jeweils mit seinem ersten Schuss ein Tor. Gegen Ägypten erzwang er ein Eigentor, gegen den Iran blieb er blass, doch seit seiner Rückkehr in die Jokerrolle trifft er konstant. „Irgendwo im Leben gibt es immer Gerechtigkeit“, kommentierte Mittelfeldspieler Nicolas Raskin den Auftritt gegen die USA.

Lukaku ist nicht nur sportlich wertvoll, sondern auch als Vermittler innerhalb des Teams. In einer Mannschaft, in der Kevin De Bruyne und Thibaut Courtois seit Jahren kaum miteinander sprechen, übernimmt Lukaku eine Brückenfunktion. Beim 3:2-Sieg gegen Senegal im Sechzehntelfinale schlichtete er einen hitzigen Streit zwischen Kapitän Youri Tielemans und Leandro Trossard. „Wir hatten wirklich Eier – das braucht man in so einem Spiel“, sagte Lukaku über die Moral seiner Mannschaft.

De Ketelaere überzeugt als Startelfspieler

Gegen die USA setzte Garcia auf Charles De Ketelaere von Beginn an, der zwei Tore erzielte und sich den Spitznamen „König Charles“ verdiente. Der 25-Jährige dürfte auch gegen Spanien in der Startelf stehen. Lukaku wird voraussichtlich erneut als Joker kommen, um frische Impulse zu setzen. Das Viertelfinale gegen Spanien gilt als klare Favoritenrolle für die Iberer, doch Belgien hofft auf eine Überraschung.

Die Stimmung im belgischen Lager ist nach dem Sieg gegen die USA und der politischen Provokation gegen Trump und Infantino aufgeheizt. Die Mannschaft zeigt sich geeint und selbstbewusst – ein Zustand, der lange nicht mehr zu beobachten war.

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