VW-Aktionstag: Proteste gegen Werksschließungen und Stellenabbau
VW-Aktionstag: Proteste gegen Werksschließungen

Vor der Aufsichtsratssitzung zu möglichen Einschnitten beim VW-Konzern haben die Gewerkschaft IG Metall und der Betriebsrat einen Aktionstag mit Gegenprotesten gestartet. Den Auftakt machte am Vormittag das VW-Werk in Osnabrück, wo sich rund 70 Vertrauensleute und Betriebsräte nach Angaben der IG Metall vor dem Werkstor versammelten. Ein dpa-Fotograf berichtete, dass die Beschäftigten mit Trillerpfeifen pfiffen und ein Banner mit der Aufschrift „Vereint für unsere Zukunft kämpfen“ hochhielten.

Bundesweite Proteste an allen Konzernstandorten

Die Gewerkschaft kündigte an, dass es am heutigen Tag bundesweit Aktionen an allen Konzernstandorten geben soll. In Wolfsburg ist eine Kundgebung direkt am Vorstandshochhaus geplant. Weitere Kundgebungen sind unter anderem in Emden, Zwickau, Hannover und Kassel vor den Werkstoren vorgesehen. Laut IG Metall handelt es sich nicht um einen Arbeitskampf, sondern um Informations- oder Protestveranstaltungen.

Hintergrund: Verschärfte Sparpläne und drohende Werkschließungen

Die Proteste richten sich gegen jüngste Berichte über verschärfte Sparpläne des Konzerns. Laut „Manager Magazin“ will Volkswagen seinen Sparkurs deutlich verschärfen: Bis zu 100.000 Stellen könnten weltweit wegfallen – doppelt so viele wie bisher geplant. Vier Werken des VW-Konzerns in Deutschland droht demnach sogar die Schließung: Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm. Für das Werk in Osnabrück sucht der Konzern derzeit nach einer neuen Nutzung, da dort 2027 die Pkw-Fertigung ausläuft. Verhandlungen mit Rüstungsunternehmen laufen, eine Entscheidung soll bis Jahresende fallen. Das Werk, in dem noch das T-Roc Cabrio gefertigt wird, beschäftigt rund 2.000 Menschen.

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Reaktion von Volkswagen

Ein VW-Sprecher äußerte sich zu den Protesten: „Wir können nachvollziehen, dass sich die Belegschaft Sorgen um die Zukunft unseres Unternehmens macht. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Volkswagen AG teilen die Sorgen um die Zukunft des Volkswagen Konzerns.“ Deshalb habe der Vorstand einen umfangreichen Zukunftsplan entwickelt, der nun im Aufsichtsrat erörtert werde.

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