In der dritten Folge seiner SPIEGEL-WM-Kolumne gewährt der frühere Nationalelfkapitän İlkay Gündoğan Einblicke in die Psyche von Fußballprofis. Er berichtet von Spielern, die in der Halbzeitpause ihren eigenen Namen googeln, um zu sehen, was über sie geschrieben wird. „Ich kenne Profis, die in der Halbzeitpause ihren Namen gegoogelt haben“, schreibt Gündoğan. Dies zeige, wie sensibel und anfällig Spieler für öffentliche Meinungen seien.
Die Macht der Expertenmeinungen
Gündoğan reflektiert über den Einfluss von TV-Experten und Kommentatoren auf die Stimmung im Team. Er erinnert sich an einen Auftritt von Jürgen Klopp, der nach einem Spiel kritische Worte fand. „Wenn Jürgen Klopp etwas sagt, hat das Gewicht“, so Gündoğan. Die Spieler nähmen solche Aussagen persönlich und ließen sie oft nicht so schnell los.
Druck und öffentliche Wahrnehmung
Der Ex-Kapitän betont, dass die ständige Verfügbarkeit von Meinungen und Analysen im digitalen Zeitalter den Druck auf die Spieler erhöhe. „Früher hast du erst am nächsten Tag in der Zeitung gelesen, was über dich gesagt wurde“, erklärt er. Heute sei die Kritik unmittelbar und allgegenwärtig. Dies könne die Leistung auf dem Platz beeinflussen.
Umgang mit Kritik
Gündoğan gibt Einblicke, wie er selbst mit negativen Kommentaren umgeht. Er habe gelernt, sich nicht zu sehr davon beeinflussen zu lassen, aber es sei ein ständiger Kampf. „Man muss eine dicke Haut entwickeln, aber das ist nicht immer einfach“, räumt er ein. Die Kolumne erscheint exklusiv beim SPIEGEL und ist Teil der WM-Berichterstattung.



