Deutschlands U20-Handballer haben das Spiel um Platz fünf bei der Europameisterschaft gegen Frankreich mit 35:36 nach Siebenmeterwerfen verloren. Trotz einer furiosen Aufholjagd in der zweiten Halbzeit scheiterte der DHB-Nachwuchs im entscheidenden Durchgang am Pfosten.
Schlechter Start und schwache Wurfquote
Bereits in der Gruppenphase hatten die Mannschaften ein dramatisches Duell geliefert, das Deutschland mit 31:30 für sich entscheiden konnte. Diesmal erwischte die Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger einen denkbar schlechten Start. Nach nur vier Minuten lag Frankreich mit 3:0 in Führung. Nach zwölf Minuten stand es 4:8 – nur 44 Prozent der deutschen Würfe fanden ihr Ziel, während Frankreich auf 80 Prozent kam.
Hans Lukas Willax vom HC Erlangen verkürzte nach einem starken Steckpass von Ankermann auf 6:8 (15. Minute), doch dies blieb nur ein Strohfeuer. Heuberger forderte in einer Auszeit ein anderes Umschaltverhalten: „Männer, Arsch rum und zurücklaufen.“ Zur Pause lag Deutschland mit 12:17 zurück.
Aufholjagd in der zweiten Halbzeit
Nach dem Seitenwechsel vergrößerte Frankreich den Rückstand zunächst auf sieben Tore (17:24, 40. Minute). Doch dann raffte sich die DHB-Auswahl auf, erhöhte das Tempo und provozierte Fehler beim Gegner. Julien Sprößig traf in der 47. Minute zum 23:26, vier Minuten vor Schluss gelang ihm der 31:31-Ausgleich.
In der Schlussphase ging Frankreich erneut in Führung, doch DHB-Keeper Finn Knaack parierte einen Siebenmeter. Auf der anderen Seite blieb Monty Kleinsteuber cool und traf zum 32:32. Damit musste das Siebenmeterwerfen die Entscheidung bringen.
Entscheidung vom Punkt
Beide Teams vergaben jeweils einen ihrer ersten vier Versuche. Frankreichs fünfter Schütze traf, doch William Reichardt scheiterte am Pfosten. Somit sicherte sich Frankreich mit 36:35 den fünften Platz, Deutschland wurde EM-Sechster. Im Finale trafen um 18.30 Uhr Ungarn und Schweden aufeinander.



