Draisaitls ungewöhnliches Olympia-Ritual: Senf gegen Muskelkrämpfe
Eishockey-Superstar Leon Draisaitl (30) sorgt bei den Olympischen Winterspielen in Mailand nicht nur mit seiner sportlichen Leistung für Aufsehen. Während des letzten Gruppenspiels gegen die USA (1:5) entdeckten Fernsehkameras den deutschen NHL-Star von den Edmonton Oilers dabei, wie er auf der Spielerbank ein Päckchen Senf konsumierte. Die ungewöhnliche Szene verbreitete sich rasch in den sozialen Medien und löste zahlreiche Fragen aus.
Die überraschende Erklärung des Superstars
Bei Eurosport gab Draisaitl die verblüffende Erklärung für sein Verhalten: „Senf ist total gut gegen Krämpfe. Der wirkt meiner Meinung nach am besten.“ Der Stürmer erläuterte weiter: „Wenn ich das Gefühl habe, dass es zu einem Krampf kommen könnte, bin ich da ein bisschen proaktiv und haue mir das rein.“ Laut dem Eishockey-Profi soll die im Senf enthaltene Essigsäure Krämpfe lindern oder sogar vorbeugend wirken, indem sie die Durchblutung der belasteten Muskulatur anregt.
Medizinische Diskussion um ein Hausmittel
Die unkonventionelle Methode des deutschen Sportlers hat eine medizinische Diskussion ausgelöst. Ob Ärzte oder Physiotherapeuten das Hausmittel künftig empfehlen werden, bleibt abzuwarten. Fakt ist, dass Draisaitls Senf-Konsum während des Spiels viral ging und zahlreiche Reaktionen von Fans und Experten provozierte.
Herausforderndes Viertelfinale gegen die Slowakei
Nach dem überzeugenden 5:1-Sieg gegen Frankreich und dem damit gesicherten Einzug ins Viertelfinale steht die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft am Mittwoch (12.10 Uhr) vor der nächsten Herausforderung. Gegner ist die Slowakei, die mit sieben NHL-Spielern ebenso stark besetzt ist wie das deutsche Team.
Unterschiedliche Vorbereitungsbedingungen
Ein entscheidender Faktor könnte die unterschiedliche Vorbereitung sein: Während die Slowaken am Sonnabend ihr letztes Spiel absolvierten und somit drei Tage Erholungszeit hatten, musste das deutsche Team vier Spiele innerhalb von fünf Tagen bestreiten. Diese intensive Belastung erhöht das Risiko für Muskelkrämpfe, insbesondere bei den NHL-Profis von Bundestrainer Harold Kreis (67), die regelmäßig viel Eiszeit erhalten.
Zuversichtliche deutsche Spieler
Leon Draisaitl zeigt sich unbeeindruckt von der anspruchsvollen Spielplanung: „Ich bin das gewohnt, relativ viel auf dem Eis zu stehen. Die Jungs, die daran gewöhnt sind, brauchen das auch, dass sie viel spielen.“ Auch Verteidiger Moritz Seider (24) von den Detroit Red Wings äußert sich zuversichtlich: „Wir sind alle Athleten genug, um ein super Spiel abreißen zu können, auch wenn die Slowaken drei Tage frei hatten.“
Strategische Vorbereitung auf den Olympia-Dritten
Gegen den Olympia-Dritten von Peking 2022 hat Bundestrainer Harold Kreis eine klare taktische Ausrichtung definiert. „Wir müssen mit der Scheibe sorgfältig umgehen und geradlinig nach vorn spielen.“ Der erfahrene Trainer betont: „Defensiv heißt nicht, dass wir uns hinten reinstellen. Wir müssen es einfach halten, eng verteidigen, kompakt stehen.“
Ein Spiel auf Augenhöhe
Moritz Seider beschreibt die Herausforderung realistisch: „Wir müssen uns klarmachen, wie groß diese Chance ist. Die sind eine sehr talentierte, körperbetonte Mannschaft. Das wird ein Spiel auf Augenhöhe.“ Der Verteidiger zeigt sich dennoch optimistisch: „Das Halbfinale ist zum Greifen nah. Einen besseren Gegner hätte man sich nicht wünschen können.“
Während die deutsche Mannschaft sich auf das entscheidende Viertelfinale konzentriert, bleibt Draisaitls Senf-Methode ein faszinierendes Nebenphänomen dieser Olympischen Spiele. Ob das ungewöhnliche Hausmittel dem deutschen Team tatsächlich einen Vorteil verschafft, wird sich am Mittwoch zeigen.



