Eishockey-Team nach Aussprache im Olympia-Viertelfinale: Medaillenchance gegen Slowakei
Eishockey-Team nach Aussprache im Olympia-Viertelfinale

Eishockey-Team nach Aussprache im Olympia-Viertelfinale: Medaillenchance gegen Slowakei

Nach einer intensiven teaminternen Aussprache hat das deutsche Eishockey-Team bei den Olympischen Spielen in Mailand das Viertelfinale erreicht. Der überzeugende 5:1-Sieg gegen Frankreich markiert jedoch nur den ersten Schritt auf dem Weg zu einer möglichen Medaille. Am Mittwoch (12.10 Uhr/ZDF und Eurosport) wartet mit der Slowakei die nächste Herausforderung.

Draisaitl führt Team mit Tor und Vorlagen zum Erfolg

Kapitän Leon Draisaitl führte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) mit einem Tor in der 4. Minute und zwei Vorlagen zum verdienten 5:1 (3:0, 0:1, 2:0) gegen Frankreich. „Alles in allem war das ein verdienter Sieg und definitiv ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte der Superstar nach dem erst zweiten Turniersieg im vierten Spiel. Die weiteren Tore erzielten:

  • Frederik Tiffels (11.) von den Eisbären Berlin
  • JJ Peterka (19.) von Utah Mammoth
  • Joshua Samanski (48.) von Draisaitls Edmonton Oilers
  • Nico Sturm (60.) von Minnesota Wild

Die große teaminterne Aussprache am Vortag erwies sich nach der enttäuschenden Vorrunde mit Niederlagen gegen Lettland (3:4) und die USA (1:5) als notwendiger Weckruf.

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Historische Medaillenchance nach Bronze 1976 und Silber 2018

Die NHL-Stars um Draisaitl sehen im Olympia-Viertelfinale gegen die Slowakei eine historische Gelegenheit für erneutes Edelmetall nach Bronze 1976 und Silber 2018. „Die Möglichkeit, die wir hier haben, die vor uns liegt - das müssen wir realisieren“, betonte der 30-jährige Offensivstar. Trotz der schwierigen Vorrunde ergab sich eine überraschend günstige Ausgangslage mit den Spielen gegen Außenseiter Frankreich und nun die Slowakei.

NHL-Topverteidiger Moritz Seider von den Detroit Red Wings kommentierte: „Man hätte kein besseres Los haben können. Das sollten wir uns alle bewusst machen.“ Der langjährige DEB-Kapitän Moritz Müller von den Kölner Haien, der 2018 bei Olympiasilber in Pyeongchang und 2023 bei der Vize-Weltmeisterschaft in Riga dabei war, ergänzte: „Die Gelegenheit, die sich uns bietet, ist Wahnsinn. Wir spielen morgen gegen die Slowakei und wer das Spiel gewinnt, spielt um eine Medaille.“

Spiel muss sich deutlich verbessern

Der Sieg gegen Frankreich war jedoch nicht mehr als eine Pflichtaufgabe. Gegen die Slowaken darf sich die DEB-Auswahl nicht erneut 31 Torschüsse gegen sich erlauben. Stanley-Cup-Sieger Nico Sturm, der in der vierten Reihe kaum Eiszeit bekommt, mahnte: „Das beste Spiel des Turniers werden wir morgen spielen müssen, wenn wir weiterkommen wollen.“

Bundestrainer Harold Kreis setzt das Spiel mehr oder weniger einzig auf Ausnahmekönner wie Draisaitl und Tim Stützle (Ottawa Senators) sowie die anderen NHL-Stars aus. Von den bislang zwölf Turniertoren wurden nur drei von Nicht-NHL-Spielern erzielt. „Das sind K.-o.-Spiele, da bringst du deine besten Spieler“, begründete Kreis seine Taktik.

Torwart Grubauer muss erneut ran

Ungewöhnlich für einen Goalie muss Philipp Grubauer (Seattle Kraken) schon 24 Stunden nach dem Spiel gegen Frankreich erneut im Tor stehen. Obwohl sich die Slowakei als Gruppenerster direkt für das Viertelfinale qualifizierte, bleibt die Aufgabe für das deutsche Team machbar. „Das wird ein Spiel auf Augenhöhe“, sagte Seider.

Die Slowakei überzeugte in Mailand bislang eigentlich nur im ersten Spiel gegen Finnland (4:1). Drei Tage Pause nach dem letzten Gruppenspiel gegen Schweden (3:5) könnten sich als Vorteil für Deutschland erweisen. „Die warten jetzt schon ein bisschen auf ihr nächstes Spiel. Vielleicht können wir da angreifen“, analysierte Seider und versprach: „Wir werden bereit sein.“

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