Deutsche Eishockey-Auswahl feiert Comeback-Sieg bei Paralympischen Winterspielen
Nach einer zwanzigjährigen Pause auf der großen Bühne könnte das Comeback der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft bei den Paralympischen Winterspielen doch noch ein erfolgreiches Ende finden. Das Team um Fahnenträger Jörg Wedde erkämpfte sich in einem packenden Spiel gegen die Slowakei einen hart umkämpften 4:3-Sieg nach Verlängerung und spielt nun um Platz fünf im Turnier.
Felix Schrader als matchwinner mit vierfacher Trefferquote
Der überragende Felix Schrader zeigte eine herausragende Leistung und erzielte alle vier deutschen Treffer im entscheidenden Spiel. Bereits in der zweiten Minute brachte er Deutschland in Führung, doch die Slowaken drehten das Spiel durch Tore von Slavomir Ferencik, Milos Vecerek und Martin Joppa. In der dritten Periode gelang Schrader der Ausgleichstreffer, bevor er in der Verlängerung mit einem spektakulären Alleingang den Siegtreffer markierte.
Nach dem entscheidenden Tor fielen sich die deutschen Spieler euphorisch in die Arme und feierten diesen wichtigen Erfolg. Bundestrainer Peter Willmann konnte damit nach drei Vorrunden-Niederlagen endlich den ersten Sieg seiner Mannschaft bei diesem Turnier verbuchen.
Historische Parallelen und kommende Herausforderungen
Interessanterweise wiederholte sich bei diesem Spiel eine historische Konstellation: Bereits bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr hatte Deutschland im Spiel um Platz fünf gegen die Slowakei gewonnen und sich damit das Ticket für die Paralympischen Spiele in Mailand gesichert. Die Slowaken mussten daraufhin den Umweg über ein zusätzliches Qualifikationsturnier nehmen.
Am Samstag trifft die deutsche Auswahl zum Turnierabschluss entweder auf Japan oder Gastgeber Italien. Gegen Italien hatte es in der Vorrunde eine knappe 1:2-Niederlage gegeben. Bei der bisher einzigen Teilnahme an Paralympischen Winterspielen im Jahr 2006 in Turin belegte Deutschland den vierten Platz – ein Ergebnis, das das aktuelle Team nun zumindest annähern möchte.
Mit diesem Sieg bleibt das selbstgesteckte Ziel, Platz fünf zu erreichen, weiterhin realistisch. Die Mannschaft hat damit bewiesen, dass sie trotz der langen Pause von internationalen Paralympics-Wettkämpfen konkurrenzfähig ist und sich gegen starke Gegner durchsetzen kann.



