Seider: "Halbfinale ist zum Greifen" - DEB-Team vor Viertelfinale gegen Slowakei
Nur noch ein Sieg trennt die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft von den begehrten Olympia-Medaillen. Nach dem überzeugenden 5:1-Erfolg gegen Frankreich blickt das Team des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) nun mit großer Entschlossenheit auf das Viertelfinale gegen die Slowakei am Mittag (12.10 Uhr/ZDF und Eurosport). Verteidiger Moritz Seider brachte die Stimmung im Team auf den Punkt: "Das Halbfinale ist zum Greifen".
Große Chance für das deutsche Team
Kapitän Leon Draisaitl appellierte an seine Mannschaftskollegen: "Wir müssen die Möglichkeit realisieren, die hier vor uns liegt." Tatsächlich hatte Deutschland bei der Auslosung nach der Vorrunde durchaus Glück, als das Olympia-Turnier praktisch wieder bei Null begann. Die Slowakei gilt auf dem Papier als weniger stark einzuschätzen als andere direkte Viertelfinalteilnehmer wie:
- Kanada
- die USA
- Schweden
Frankreich war zudem das zweitschlechteste der zwölf Teams in der Gruppenphase gewesen, was die Ausgangsposition für das deutsche Team zusätzlich verbesserte.
Respekt vor dem slowakischen Gegner
Trotz der vermeintlich günstigen Ausgangslage ist der Respekt vor dem slowakischen Gegner groß. Bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking - allerdings ohne NHL-Spieler auf beiden Seiten - hatte die Slowakei die deutsche Mannschaft in der Viertelfinal-Qualifikationsrunde mit 4:0 aus dem Turnier geworfen. "Das ist eine sehr gefährliche, gute Mannschaft", warnte NHL-Superstar Draisaitl und forderte: "Wir müssen unser Spiel aufs Eis bringen."
Auch Bundestrainer Harold Kreis sparte nicht mit Lob für das Team um den flinken Stürmer Juraj Slafkovsky vom NHL-Rekordmeister Montréal Canadiens. "Das ist eine sehr gute, technisch und läuferisch gute Mannschaft", analysierte der Coach. Sein Team müsse "geradlinig" aus einer gut organisierten Defensive nach vorn spielen, um erfolgreich zu sein.
Optimistische Grundstimmung im DEB-Team
Moritz Seider zeigte sich nach dem Frankreich-Sieg optimistisch: "Man hätte sich keinen besseren Gegner wünschen können. Jetzt liegt es an uns." Diese Einstellung teilt offenbar das gesamte Team, das sich der historischen Chance bewusst ist, erstmals seit langem wieder in ein Olympia-Halbfinale einzuziehen. Die Voraussetzungen scheinen günstig, doch wie Bundestrainer Kreis betonte, wird es darauf ankommen, das eigene Spiel konsequent umzusetzen und die Stärken gegen die technisch versierten Slowaken zur Geltung zu bringen.
Das Viertelfinale am Mittag wird somit zur Nagelprobe für die Ambitionen der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft. Ein Sieg würde nicht nur den Einzug ins Halbfinale bedeuten, sondern auch die Chance auf Olympia-Medaillen konkret werden lassen - eine Perspektive, die das Team nach eigenen Aussagen "zum Greifen nah" sieht.



