WWE2K26: Ein Champion im Ring, aber ein Blender beim Freischalten?
Für WWE-Fans ist der März 2026 ein Festmonat: Das offiziell am 13. März erscheinende WWE2K26 ist da – und zwar exklusiv für Next-Gen-Konsolen. Wer sich die teureren Editionen gesichert hat, kann sogar schon ab dem 6. März in die virtuelle Wrestling-Welt eintauchen. Doch ist dieses neue Prügel-Spektakel ein würdiger Champion oder nur ein aufgeblasener Herausforderer? Ein ausführlicher Test gibt Aufschluss.
Die Stärken: Brutaler Spaß und frische Innovationen
Positiv vorweg: WWE2K26 macht einfach irre viel Spaß! Die Matches fühlen sich authentisch an, mit flüssigem Kettenwrestling, hinterhältigen Attacken noch vor dem Gong und einem geschmeidigen Pin-System. Egal ob Neuling oder erfahrener Spieler – die Action im Ring ist packend und motivierend. Optisch setzt das Spiel neue Maßstäbe: Die Einzüge der Superstars sind spektakulärer denn je, mit mehr Feuerwerk, dynamischen Kameraeinstellungen und einer atemberaubenden Show-Atmosphäre.
Bei den Matcharten geht 2K volles Risiko ein. Vier neue Modi bereichern das Spiel: I Quit, Inferno, Three Stages of Hell und Dumpster Match. Dazu kommen stapelbare Tische, Einkaufswagen, Reißnägel und größere, interaktive Arenen. Ein besonderes Highlight: Intergender-Matches sind nun überall möglich, was für frischen Wind und unerwartete Duell-Konstellationen sorgt.
Die Schwächen: Zähe Modi und ein kontroverser Pass
Im Showcase-Modus steht CM Punk im Fokus, mit nachspielbaren Höhepunkten seiner Karriere. Zwar gibt es viele freischaltbare Versionen des "Best in the World", doch das Abarbeiten von Aufgaben kann sich langwierig anfühlen. Fantasy-Matches gegen Legenden wie Kurt Angle nehmen zu viel Raum ein, während echte Kracher fehlen.
Der MyGM-Modus erhält zwar neue Matcharten, bleibt aber in alten Fehden-Strukturen stecken. Die Logik der Match-Bewertungen ist oft fragwürdig: Ein Duell zwischen Lesnar und Reigns erhält eine schlechte Note, nur weil beide als "Bruiser" klassifiziert sind, während Omos gegen Je’Von Evans gefeiert wird. Das wirkt willkürlich.
Der größte Aufreger ist jedoch der Ringside-Pass. 2K wirbt mit 400 spielbaren Wrestlern, doch viele sind Dopplungen – tatsächlich sind es etwa 300 verschiedene Stars. Wer die teure "Monday Night Wars"-Edition kauft, sieht WCW-Legenden wie Hollywood Hogan auf dem Cover, muss diese aber mühsam freispielen. Nach Tagen des Spielens ist man oft erst auf niedrigen Levels, und der Grind-Faktor ist hoch. Für Echtgeld kann man Levels überspringen, was viele als Abzocke empfinden.
Fazit: Ein Spiel der Gegensätze
WWE2K26 liefert im Ring ein umwerfendes Spektakel mit starker Action und beeindruckender Präsentation. Doch der Ringside-Pass trübt die Freude erheblich. Fans werden dieses Spiel für sein Gameplay lieben – aber für die umständlichen Freischaltmechanismen hassen. 2K muss hier dringend nachbessern, um die Community nicht zu verprellen.



