Lando Norris, der amtierende Formel-1-Weltmeister, erlebt eine schwierige Saison. Vor dem Großen Preis von Belgien am Sonntag (15 Uhr live bei RTL, Sky und im BILD-Liveticker) muss der Brite einen herben Rückschlag hinnehmen: eine Zehn-Plätze-Strafe in der Startaufstellung. Besonders bitter ist dies ausgerechnet auf der Strecke in Spa, wo er im vergangenen Jahr noch triumphierte.
Technische Probleme zwingen McLaren zu Strafmaßnahme
Der Grund für die Strafe liegt in der Technik. McLaren baut an Norris' Auto bereits zum vierten Mal in dieser Saison eine neue Leistungselektronik ein. Da damit das erlaubte Kontingent überschritten wird, schreibt das Reglement automatisch eine Zehn-Plätze-Strafe vor. McLaren nimmt die Strafe bewusst in Kauf, um Verbesserungen am Mercedes-Antrieb einzubauen. Das Team hofft, dass sich der Nachteil in Spa leichter ausbügeln lässt als auf den kommenden Strecken in Ungarn und Zandvoort, wo Überholen deutlich schwieriger ist.
Norris: „In den sauren Apfel beißen“
Norris versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Am Donnerstag sagte er: „Wir wussten, dass es in Ungarn oder Zandvoort noch schwieriger wird, Positionen gutzumachen. Deshalb haben wir uns entschieden, hier in Spa in den sauren Apfel zu beißen.“ Doch selbst der Weltmeister weiß, wie kompliziert die Aufholjagd werden dürfte: „Ich weiß noch nicht, wie schwierig es wird, wieder nach vorne zu kommen. Der McLaren hat zwar eine gute Endgeschwindigkeit und der Windschatten hilft hier, aber beim Energie-Management gibt es noch viele Fragezeichen.“
Düstere WM-Aussichten für den Titelverteidiger
Sollte sich Norris erneut nur um Platz sechs qualifizieren – zuletzt fast schon Standard –, würde er wegen der Strafe lediglich von Rang 16 ins Rennen gehen. Für den Weltmeister wird die Luft ohnehin immer dünner. Technische Defekte warfen ihn in dieser Saison immer wieder zurück, drei Rennen beendete er gar nicht. Vor dem Belgien-GP liegt Norris in der WM nur auf Rang fünf. Der Rückstand auf Spitzenreiter Kimi Antonelli beträgt bereits 82 Punkte.



