Mercedes verliert Entdecker von Kimi Antonelli an Red Bull
Mercedes verliert Antonelli-Entdecker an Red Bull

Mercedes verliert den Mann, der eines der größten Talente der Formel 1 entdeckt hat: Gwen Lagrue. Der Franzose, der das Nachwuchsprogramm der Silberpfeile leitete und unter anderem Kimi Antonelli förderte, wechselt zum Rivalen Red Bull. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll Lagrue dort die Nachfolge von Helmut Marko antreten, dem langjährigen Talentscout, der spätere Weltmeister wie Sebastian Vettel und Max Verstappen entdeckte.

Der Wechsel zu Red Bull

Lagrue hat rund zehn Jahre für Mercedes gearbeitet und das Juniorteam aufgebaut. „Danke, Gwen. Es war eine großartige Zeit mit dir“, schrieb Mercedes einen Tag nach dem Grand Prix von Ungarn, der die Sommerpause in der Formel 1 einläutete. „Berufliche Beziehungen mögen zu Ende gehen, aber wir werden immer Freunde bleiben, die dieselbe Einstellung teilen.“ Lagrue selbst äußerte sich bislang nicht zu seinem Abgang. Bei Red Bull soll er künftig die Nachwuchsabteilung leiten und damit eine Schlüsselrolle im Kampf um die besten Talente übernehmen.

Die Ära von Helmut Marko

Helmut Marko, der 81-jährige Österreicher, hatte sich Ende vergangenen Jahres aus der aktiven Talentförderung zurückgezogen, nachdem er über Jahrzehnte hinweg Fahrer wie Vettel, Verstappen und auch Daniel Ricciardo entdeckt und gefördert hatte. Marko galt als unermüdlicher Jäger nach Rohdiamanten, die er für das Red-Bull-Programm gewann. Mit Lagrue holt der Rennstall nun einen erfahrenen Experten, der ähnliche Erfolge vorweisen kann.

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Lagrues Erfolgsbilanz bei Mercedes

Bei Mercedes wurde Lagrue als „Juwelier“ bezeichnet, der Rohdiamanten schleift. Zu seinen größten Erfolgen zählt die Entdeckung von Kimi Antonelli, der mit nur 19 Jahren bereits in der Formel 1 fährt und in dieser Saison um die Weltmeisterschaft kämpft. Antonelli ist derzeit WM-Spitzenreiter und gilt als eine der größten Hoffnungen für die Zukunft des Sports. Doch Lagrue förderte nicht nur den Italiener: Auch George Russell, der heute als Teamkollege von Antonelli bei Mercedes fährt, wurde von ihm frühzeitig betreut. Zudem entdeckte Lagrue Talente wie Alex Albon (Williams) und Esteban Ocon (Haas), die heute Stammfahrer in der Königsklasse sind. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Mercedes-Juniorprogramm zu einer der erfolgreichsten Talentschmieden der Formel 1.

Auswirkungen auf die Formel-1-Nachwuchsförderung

Der Wechsel von Lagrue zu Red Bull könnte die Kräfteverhältnisse in der Nachwuchsförderung verschieben. Beide Teams investieren massiv in die Suche nach zukünftigen Stars. Mercedes muss nun einen neuen Leiter für sein Juniorteam finden. „Es ist ein großer Verlust für uns“, sagte ein nicht namentlich genannter Mercedes-Mitarbeiter. „Gwen hatte ein Auge für Talente, das seinesgleichen sucht. Aber wir wünschen ihm alles Gute.“ Red Bull hingegen erhofft sich durch Lagrues Expertise einen Vorsprung bei der Entdeckung der nächsten Generation von Fahrern. Die Formel-1-Saison 2025 wird zeigen, ob sich der Schritt auszahlt.

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