In der Nacht nach dem WM-Viertelfinale zwischen Norwegen und England haben 45 Menschen die Notaufnahme in Oslo aufgesucht. Das teilte die stellvertretende Leiterin der Notaufnahme, Martine Enger, der Zeitung „Aftenposten“ mit. Die Zahl der Patienten zwischen Mitternacht und 7 Uhr morgens lag damit über dem Durchschnitt einer normalen Wochenendnacht.
24 Verletzungen im Zusammenhang mit dem Spiel
In den Krankenakten von 24 der 45 Patienten wurden Verletzungen vermerkt, die mit dem WM-Spiel in Verbindung stehen. Enger betonte jedoch, dass keine dieser Verletzungen auf das kollektive Rudern zurückzuführen sei, mit dem die norwegischen Fans bei dieser WM weltweit Aufmerksamkeit erregt haben. Aufnahmen des Senders TV2 zeigten riesige, euphorische Menschenmassen vor dem Königsschloss in Oslo, die natürlich auch gemeinsam ruderten.
Bis zu 135.000 Menschen feierten in Oslo
Allein im Zentrum der norwegischen Hauptstadt kamen nach Angaben der Nachrichtenagentur NTB bis zu 135.000 Menschen zusammen. Die Zeitung „Verdens Gang“ berichtete, dass nach dem Abpfiff noch etwa 20.000 Menschen vor dem Schloss feierten. Trotz der ausgelassenen Stimmung war es für die Polizei eine umtriebige Nacht mit zahlreichen Einsätzen im ganzen Land. In der Hauptstadt und anderen Städten kam es zu mehreren Fällen von Trunkenheit, Ordnungswidrigkeiten und Schlägereien.



