Am Mittwochmorgen haben sich mehrere Aktivistinnen und Aktivisten aus Protest gegen den Rüstungskonzern Rheinmetall vor einem Büro am Brandenburger Tor auf den Boden geklebt. Zu den Teilnehmenden gehörte auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, wie die Gruppe „Peacefully against Genocide“ mitteilte und ein Polizeisprecher auf Nachfrage bestätigte. Die Gruppe sprach von mehr als 30 Teilnehmern, die Polizei von rund 40. Die Aktion begann gegen 8 Uhr morgens.
Polizei mit Großaufgebot vor Ort
Die Polizei war nach eigenen Angaben mit rund 70 Einsatzkräften vor Ort. Ein Polizeisprecher erklärte, dass die Demonstranten nach und nach vom Boden gelöst würden. Anschließend würden ihre Identitäten festgestellt und ein Platzverweis ausgesprochen. Die gesamte Aktion sei friedlich verlaufen.
Kritik von der Gewerkschaft der Polizei
Stephan Weh, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), kritisierte die Aktion scharf: „Wir haben in den letzten Jahren Entwicklungen beobachten müssen, die Tür und Tor für solche Guerilla-Aktionen geöffnet haben, weil zum Beispiel die Straftaten der Klimakleber von Teilen der Politik als legitim eingestuft wurden.“ Er fügte hinzu: „Tatsächlich haben wir noch immer mit der Abarbeitung der damaligen Taten zu tun.“ Weh forderte eine schnellere Digitalisierung in den Behörden mit technischen Lösungen und KI-Unterstützung, um solche Aktionen effektiver abzuarbeiten.
Hintergrund des Protests
Die Protestaktion richtet sich gegen ein Rheinmetall-Werk im Berliner Wedding, den Gazakrieg und den Einsatz deutscher Waffen in Kriegsgebieten. Die Gruppe hatte in den vergangenen Tagen mehrfach vor Rheinmetall-Standorten demonstriert. Am Montag kündigte sie an, den Protest bis zum 15. Juli fortzusetzen.



