Kerim Alajbegovic, ein 18-jähriges Offensivtalent von Bayer Leverkusen, steht laut übereinstimmenden Medienberichten vor einem Wechsel zu Juventus Turin. Der bosnische Nationalspieler, der noch keine einzige Pflichtspielminute für die Leverkusener Profis absolviert hat, soll den Verein mit einer Ablösesumme von etwas mehr als 30 Millionen Euro verlassen. Durch Bonuszahlungen könnte die Gesamtsumme noch weiter steigen.
Der Wechsel im Detail
Wie der „Kicker“, die „Bild“ und der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichten, erhält Bayer Leverkusen eine feste Ablösesumme von über 30 Millionen Euro für das Eigengewächs. Alajbegovic, der in der Bayer-Jugend ausgebildet wurde, soll bei Juventus einen Vertrag über fünf Jahre unterschreiben. Der gebürtige Kölner begann seine Jugendkarriere beim 1. FC Köln, bevor er zur Saison 2021/22 nach Leverkusen wechselte. Im vergangenen Sommer gab Bayer 04 den 18-Jährigen zunächst für zwei Millionen Euro an RB Salzburg ab. Nach einem deutlichen Leistungssprung machte der Werksclub von einer Acht-Millionen-Euro-Rückkaufklausel Gebrauch, um Alajbegovic zurückzuholen.
Sportliche Perspektive bei Juventus
Bayer Leverkusen hatte ursprünglich geplant, Alajbegovic in den Profikader zu integrieren, konnte ihm jedoch keine Zusage für einen Stammplatz geben. Juventus hingegen soll dem 18-Jährigen eine feste Rolle in der Startelf in Aussicht gestellt haben, was letztlich den Ausschlag für den Wechsel gegeben haben dürfte. Der offensive Mittelfeldspieler, der auch als Flügelstürmer eingesetzt werden kann, sieht in Turin bessere sportliche Perspektiven für seine Entwicklung.
Chelsea als Konkurrent
Neben Juventus hatte auch der FC Chelsea großes Interesse an Alajbegovic gezeigt. Medienberichten zufolge boten die Londoner sogar eine Ablösesumme von bis zu 40 Millionen Euro für den Jugendnationalspieler Bosnien-Herzegowinas. Dennoch entschied sich der 18-Jährige für einen Wechsel zu Juventus, was auf die sportliche Perspektive und die geplante Rolle im Team zurückgeführt wird.
Alajbegovic, der im vergangenen Sommer bei der U17-Europameisterschaft und der U17-Weltmeisterschaft auf sich aufmerksam machte, gilt als eines der vielversprechendsten Talente im europäischen Fußball. Sein Wechsel zu Juventus unterstreicht den wachsenden Trend, dass junge Spieler bereits früh in ihrer Karriere den Schritt zu Topclubs wagen, auch ohne zuvor in der ersten Liga Erfahrung gesammelt zu haben.
Bayer Leverkusen verliert mit Alajbegovic ein großes Talent, kann jedoch mit der Ablösesumme von über 30 Millionen Euro einen beachtlichen Gewinn verbuchen – für einen Spieler, der nie das Profi-Trikot des Vereins trug. Der Transfer zeigt auch die erfolgreiche Jugendarbeit des Werksclubs, der regelmäßig Talente hervorbringt und diese zu hohen Preisen verkauft.



