Die öffentliche Meisterfeier des FC Arsenal in London wurde von mehreren Gewalttaten überschattet. Nach Angaben der Polizei wurden insgesamt 24 Personen festgenommen, darunter zehn, die Beamte attackiert oder beleidigt haben sollen. Weitere Festnahmen erfolgten wegen sexueller Nötigung, schwerer Körperverletzung, Drogenbesitzes, Verstößen gegen das Waffengesetz, Trunkenheit und ordnungswidrigen Verhaltens.
Sechs Menschen niedergestochen
Die Metropolitan Police meldete, dass während der Veranstaltung sechs Menschen durch Messerangriffe verletzt wurden. Die meisten Opfer erlitten leichte Verletzungen, jedoch musste ein Mann in lebensbedrohlichem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert werden. Sein Zustand habe sich inzwischen stabilisiert. Die Polizei betonte, dass die überwältigende Mehrheit der Fans friedlich gefeiert habe.
Parade trotz Champions-League-Niederlage
Nur einen Tag nach dem verlorenen Champions-League-Finale veranstaltete der FC Arsenal am Sonntag eine Siegesparade für den Gewinn der Premier League. Mehrere Busse mit offenem Dach fuhren mit der Mannschaft und den Mitarbeitern durch die Stadt. Schon Stunden vor dem Start verwandelte sich der Norden Londons in ein Meer aus Rot und Weiß. Tausende Fans säumten die rund neun Kilometer lange Route, sangen Vereinslieder, zündeten Pyrotechnik und feierten die Mannschaft.
Großaufgebot der Polizei
Die Londoner Polizei hatte über 500 Beamte eingesetzt, um die Veranstaltung zu begleiten. Die Messerangriffe ereigneten sich erst am Abend, nachdem die meisten Menschen bereits nach Hause gegangen waren. Die Behörden ermitteln nun zu den Hintergründen der Taten und suchen nach weiteren Zeugen.



