Im knallharten Transferpoker um Argentiniens WM-Stürmer Julián Álvarez verliert FC-Barcelona-Präsident Joan Laporta allmählich die Geduld. Er setzte Atlético Madrid nun eine Frist, um sich über ein Angebot zu entscheiden. „Wir stehen mit einem Angebot bereit. Er ist ein Spieler, den unser Trainer haben möchte, und deshalb haben wir Atlético Madrid das Angebot unterbreitet“, bekräftigte Laporta spanischen Medien zufolge bei einem Event des spanischen Fußballverbandes in New York vor dem WM-Endspiel zwischen Spanien und Argentinien.
Atlético erklärt Álvarez für unverkäuflich
Sein Amtskollege in Madrid hatte Álvarez jedoch als praktisch unverkäuflich erklärt. „Wir wollen ihn nicht verkaufen. Wir haben das 100-Millionen-Euro-Angebot nicht akzeptiert. Genauso würden wir auch 150 Millionen Euro oder 200 Millionen Euro nicht akzeptieren“, hatte Miguel Ángel Gil gesagt. Dazu konterte Laporta: „Es gibt so viele Fälle, in denen gesagt wurde, dass ein Spieler niemals zu Barça gehen würde, und am Ende ist er doch gekommen.“
Álvarez' Vertrag und Marktmechanismen
Álvarez war im Sommer 2024 von Manchester City zu Atlético gewechselt. Sein Vertrag dort ist bis Mitte 2030 gültig. Dass eine erfolgreiche WM-Teilnahme sich auf Transferverhandlungen niederschlägt und den Preis deutlich erhöhen kann, gehört zu den üblichen Marktmechanismen.
Spieler selbst hat klare Ansage gemacht
Álvarez selbst hatte bereits gesagt, dass ein Wechsel für alle das Beste sei und er sich einen Traum erfüllen wolle. Er habe auch schon mit den verantwortlichen Personen gesprochen, hatte Álvarez während der WM bei ESPN versichert. Laporta jedenfalls will nicht ewig warten, um Trainer Hansi Flick den Álvarez-Wunsch zu erfüllen. „Wir werden eine angemessene Frist setzen. Ich würde sagen, bis Ende des Monats“, sagte er.



