Belgien rettet Punkt gegen Ägypten dank Lukaku-Einwechslung
Belgien rettet 1:1 gegen Ägypten durch Lukaku-Einwechslung

Die belgische Nationalmannschaft hat einen Fehlstart bei der Weltmeisterschaft mit viel Mühe abgewendet. Gegen Ägypten erkämpfte sich das Team um Kevin de Bruyne ein 1:1 (0:1) und verhinderte damit eine frühe Niederlage. Vor 66.775 Zuschauern in der Mittagshitze von Seattle traf Emam Ashour (19. Minute) zur Führung der Nordafrikaner. Der Ausgleich fiel durch ein Eigentor von Mohamed Hany (66.), der von Romelu Lukaku massiv bedrängt wurde.

Ägypten verpasst historischen Sieg

Die Ägypter mit Mohamed Salah und Omar Marmoush hatten den ersten WM-Sieg ihrer Geschichte vor Augen, mussten sich aber mit einem Punkt begnügen. Vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Neuseeland haben sie dennoch gute Aussichten auf das Achtelfinale. Belgien trifft als Nächstes auf den Iran und steht bereits unter Druck.

Belgiens goldene Generation in der Krise

Der Rest von Belgiens goldener Generation um De Bruyne, Lukaku und Torhüter Thibaut Courtois droht das dritte schwache Turnier in Serie. Nach dem Vorrundenaus bei der WM 2022 und dem Achtelfinal-Aus bei der EM 2024 unter Domenico Tedesco hofft nun Trainer Rudi Garcia auf eine Wende.

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In der prallen Sonne von Seattle, wo die Arena nicht klimatisiert ist, erwies sich Ägypten als das robustere Team. Ashours satter Schuss schlug unhaltbar für Courtois im Eck ein. Der 34-jährige Schlussmann von Real Madrid verhinderte vor der Pause einen höheren Rückstand, indem er einen Schuss von Mostafa Ziko zur Ecke lenkte und einen flachen Versuch von Marmoush abwehrte.

Belgiens Offensive zu statisch

Die belgischen Angriffsbemühungen wirkten statisch und ungenau. De Bruyne war noch der aktivste Spieler, während Mittelstürmer Charles de Ketelaere verloren wirkte. Jeremy Doku und Leandro Trossard vergaben mehrere aussichtsreiche Abschlüsse. Nach der Pause ließ Garcia das Team zunächst unverändert, obwohl mit Lukaku und Dodi Lukebakio starke Optionen auf der Bank saßen.

Die gefährlichste Szene hatte De Bruyne, der einen Freistoß an den Pfosten schlenzte (53.). Auf der anderen Seite war Courtois gegen die schnellen Konter der Ägypter mehrfach gefordert. Er entschärfte auch einen Kopfball von Salah. Ägypten war dem 2:0 zeitweise näher als Belgien dem Ausgleich.

Lukaku als Joker

Dann kam Lukaku – und 23 Sekunden später war der Ball im Tor. Der massige Stürmer drängte in die Mitte, wo Abwehrspieler Hany eine scharfe Hereingabe unter Bedrängnis ins eigene Tor lenkte. Kurz vor Schluss hätte Lukaku sogar den Sieg erzielen können, doch sein Kopfball verfehlte das Tor.

Die Stimmung in Seattle war trotz der nicht übermäßig zahlreichen Fans beider Nationen gut. Am nahegelegenen Hafen waren die Kräne mit Flaggen geschmückt. Belgien muss nun im nächsten Spiel gegen den Iran eine deutliche Steigerung zeigen, um die Chancen aufs Weiterkommen zu wahren.

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