Vance: Iran-Abkommen ist eineinhalb Seiten lang und „sehr allgemein“
US-Vizepräsident JD Vance hat das Abkommen mit dem Iran als „ein sehr allgemeines Dokument“ bezeichnet. Die Absichtserklärung sei etwa eineinhalb Seiten lang. „Bei einer Reihe von Themen müssen wir diese Dinge erst in der Phase der technischen Verhandlungen klären“, sagte Vance dem Sender CNN. Bereits in der Vergangenheit hatten die USA unter Präsident Donald Trump beim Gaza-Waffenstillstandsabkommen vom Oktober 2025 wichtige Themen nicht ausgehandelt oder nicht aushandeln können – etwa die geforderte Entwaffnung der Hamas. Die Frage ist bis heute ungeklärt, und der Konflikt schwelt unterschwellig weiter.
Hisbollah greift israelische Soldaten im Südlibanon an
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben zahlreiche von der Hisbollah-Miliz abgefeuerte Raketen im Südlibanon abgefangen. Berichte über Verletzte gibt es den Angaben zufolge nicht. Die Hisbollah habe zudem eine Panzerabwehrrakete und mehrere Mörsergranaten auf israelische Soldaten in der Region abgefeuert. Die Hisbollah erklärte ihrerseits, sie nehme israelische Truppen in der Region mit Raketensalven und Artillerie unter Beschuss. Die Kämpfe dauern an.
Wadephul: Minenräumung nur bei klaren Voraussetzungen
Außenminister Johann Wadephul (CDU) sieht eine deutsche Beteiligung an einer Minenräumung in der Straße von Hormus an bestimmte Voraussetzungen gebunden. „Wir müssen jetzt erst einmal wissen: Ist wirklich klar, es gibt keine Kampfhandlungen? Ist wirklich klar, dass von beiden Seiten gewollt ist, dass andere die Minen räumen? Wenn wir das wissen, können wir darüber reden“, sagte Wadephul im ZDF-„heute-journal“. „Dann brauchen wir entsprechende rechtliche Grundlagen, völkerrechtliche Grundlagen und Grundlagen, die sich aus dem deutschen Recht ergeben. Und dann werden wir den Bundestag damit befassen“, erklärte Wadephul mit Blick auf ein entsprechendes Mandat des Parlaments. „Wir sind darauf vorbereitet. Wir sind dazu bereit.“ Aber der Außenminister schränkte ein: „Zum jetzigen Zeitpunkt fehlen mir noch die Voraussetzungen dafür, dass ich sagen kann, ein Mandat steht unmittelbar bevor.“
Netanjahu: Israel bleibt vorerst in Sicherheitszone im Libanon
Israel behält sich nach den Worten von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu jede Freiheit zur Abwehr von Gefahren vor und lässt seine Truppen vorerst in der „Sicherheitszone“ im Libanon. Das Land werde so lange wie nötig in diesen Gebieten bleiben, sagte Netanjahu. Israel sei vor der Vernichtung gerettet worden, doch der Kampf sei noch nicht vorbei. Man werde weiterhin Bedrohungen in der Region abwehren. Mit Blick auf das geplante Abkommen zwischen den USA und dem Iran betonte Netanjahu, dass die Islamische Republik weder mit noch ohne eine Vereinbarung in den Besitz von Atomwaffen gelangen werde. Zudem räumte er ein, dass er und US-Präsident Donald Trump zwar Partner, manchmal aber nicht einer Meinung seien.
UN: Weniger Beschuss im Libanon seit Iran-Einigung
Nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen hat die Gewalt im Libanon UN-Angaben zufolge zunächst nachgelassen. „Von Mitternacht bis 16.00 Uhr Ortszeit beobachtete die UN-Mission Unifil nach eigenen Angaben einen Rückgang der Gewalt und des Schusswechsels“, sagte der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres in New York. In dem Zeitraum wurden demnach 133 Geschosse und zwei Luftangriffe verzeichnet, die den israelischen Streitkräften zugeschrieben werden. Geschosse der Hisbollah oder anderer nichtstaatlicher Akteure seien nicht registriert worden, sagte Sprecher Stéphane Dujarric. Gleichzeitig hätten die UN-Friedenstruppen 25 Verletzungen des libanesischen Luftraums durch die israelische Armee (IDF) verzeichnet. Vor der Bekanntgabe der Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran hätten die Unifil-Truppen 135 Verletzungen des libanesischen Luftraums durch die IDF registriert.
USA: Libanon-Abzug Israels keine Bedingung für Iran-Pakt
Ein Abzug Israels aus dem Libanon ist US-Angaben zufolge keine Bedingung für ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran. Dies sagte ein hoher US-Regierungsvertreter. Israel habe weiterhin das Recht, sich gegen Angriffe der Hisbollah-Miliz zu verteidigen. Die USA fordern zudem vom Iran überprüfbare und unumkehrbare Schritte für eine Lockerung der Sanktionen und die Freigabe eingefrorener Gelder. Die Entlastung sei dabei nicht an ein bestimmtes Verhalten geknüpft, sondern daran, dass das Land „angemessen handelt“. Zu Beginn seien kleinere Gesten der USA denkbar. Nach US-Erkenntnissen ist der iranische Parlamentspräsident Ghalibaf vom geistlichen Oberhaupt des Landes bevollmächtigt, das Abkommen auszuhandeln und zu unterzeichnen.
USA und Iran unterzeichnen Absichtserklärung für Kriegsende
Die USA und der Iran haben die Grundsatzeinigung zur Beendigung ihres Krieges unterzeichnet. Dies teilte US-Präsident Donald Trump der Nachrichtenagentur Reuters zufolge bei einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Frankreich mit. Die Straße von Hormus sei „teilweise“ geöffnet und werde am Freitag komplett geöffnet sein. Der Iran werde keine Atomwaffe besitzen. Nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance sei das Dokument bereits gestern digital unterzeichnet worden. Wie ein hochrangiger US-Regierungsvertreter zuvor mitteilte, sei es von US-Präsident Donald Trump, Vizepräsident JD Vance sowie dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf unterschrieben worden. Trump ist jedoch noch nicht sicher, ob er an der für Freitag in Genf angesetzten persönlichen Unterzeichnung teilnehmen wird. „Nun, das kommt darauf an“, sagte Trump bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Évian-les-Bains. „Vielleicht bin ich dabei. Vielleicht auch nicht.“ Vance werde kommen, sagte er auf eine Journalistenfrage. Trump bezeichnet das Iran-Abkommen als vielversprechend, aber nicht als Garantie. „Hoffentlich kommen wir miteinander aus“, sagte er mit heiserer Stimme. „Wenn nicht, kehren wir dahin zurück, wo wir angefangen haben.“
Vance: US-Truppen bei Kontrolle iranischer Nuklearbestände möglich
US-Vizepräsident JD Vance hat einen möglichen Einsatz amerikanischer Streitkräfte bei der Durchsetzung eines Atomabkommens mit dem Iran nicht ausgeschlossen. Zwar glaube er nicht, dass US-Streitkräfte dafür nötig seien, sagte er dem US-Sender CBS. Zugleich machte Vance deutlich, die USA würden vor Ort sein, um sicherzustellen, dass iranische Bestände hochangereicherten Urans vernichtet würden. Die USA hätten bereits mit dem Iran darüber gesprochen, wie der Vorrat an angereichertem Uran zerstört werden könne, sagte Vance. Washington wolle dabei mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) und Teheran zusammenarbeiten. Offen sei noch, welche Rolle die Vereinigten Staaten letztendlich übernehmen werde. Die technischen Details sollen bei Gesprächen am Freitag geklärt werden. „Ob wir eine Beobachterrolle übernehmen oder eine aktivere Rolle spielen, das sind die Fragen, die wir in den technischen Gesprächen klären werden“, sagte Vance.
Ein Toter im Südlibanon
Bei einem israelischen Drohnenangriff auf ein Auto im Süden des Libanon wird der Fahrer des Fahrzeugs getötet. Das berichten libanesische Sicherheitskreise und staatliche Medien. Es ist der erste gemeldete tödliche israelische Angriff im Libanon seit der Bekanntgabe der Grundsatzeinigung zwischen den USA und dem Iran auf ein vorläufiges Abkommen zur Beendigung ihres Krieges.
Von der Leyen: Kein einfaches Ende der Iran-Sanktionen
Die EU wird nach Angaben von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nicht ohne konkrete Gegenleistungen Sanktionen gegen den Iran lockern. „Das Grundprinzip von Sanktionen ist, dass wir echte Veränderungen vor Ort sehen müssen, bevor wir über ihre Aufhebung nachdenken können“, sagte sie kurz vor dem Beginn des G7-Treffens führender westlicher Demokratien in Évian-les-Bains in Frankreich.
Kabinett könnte wohl schon kommende Woche Bundeswehrmandat beschließen
Die Bundesregierung peilt nach Informationen von Reuters aus Regierungskreisen an, bereits in der kommenden Woche einen Beschluss für einen Bundeswehreinsatz in der Straße von Hormus ins Kabinett zu bringen. Danach könnte der Bundestag ein entsprechendes Mandat etwa für den Einsatz von Minenjagdbooten diskutieren und erteilen. Die Bundesregierung hatte am Vormittag betont, dass für einen Einsatz ein internationales Mandat sowie die Bundeswehr-Zustimmung nötig sei. Deutschland will sich nur „defensiv“ an der Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus beteiligen. Voraussetzung ist, dass die verkündete Einigung der USA mit dem Iran umgesetzt wird.
Merz lobt „diplomatischen Durchbruch“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die diplomatische Annäherung zwischen dem Iran und den USA gelobt und die Hoffnung darauf ausgedrückt, dass ein Ende des Kriegs im Golf zu einer Erholung der Weltwirtschaft führt. Kurz vor der Abreise zum G7-Gipfel im französischen Evian sagte Merz, die Straße von Hormus müsse dauerhaft und uneingeschränkt geöffnet werden. Deutschland werde sich mit der Marine dann an Einsätzen beteiligen, wenn finale Vereinbarungen feststünden. Zudem müsse die Vereinbarung auch im Libanon halten, fügte Merz mit Verweis auf die israelischen Angriffe im Land hinzu. Auch der Iran hatte zuvor betont, dass ein Friedensabkommen auch den Libanon miteinbeziehe.
Trump: Öltanker verlassen Straße von Hormus
Zahlreiche Schiffe verlassen nach Angaben von US-Präsident Donald Trump die Straße von Hormus. Davon seien viele mit Öl beladen, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. Sie nehmen die südliche Route, die „absolut sicher und geschützt“ sei. Trump hatte zunächst betont, dass die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Meerenge erst nach der formellen Unterzeichnung des Iran-Abkommens am Freitag geöffnet werden soll. Grund dafür seien nötige Arbeiten zur Minenräumung, hatte er auf Truth Social mitgeteilt.
Vance hofft auf Text für Iran-Abkommen in dieser Woche
US-Vizepräsident JD Vance setzt seine Hoffnung nach eigenen Angaben darauf, dass der Vertragstext zur Beendigung des Irankriegs noch in dieser Woche veröffentlicht werden kann. Zudem erwarten die USA, dass die wirtschaftlich wichtige Straße von Hormus langfristig ohne Transitgebühr geöffnet bleibe, sagt Vance dem US-Sender CNBC. Dies sei Gegenstand der laufenden Verhandlungen. Vance betonte den direkten Draht zu Teheran. „Wir sprechen jetzt direkt mit dem iranischen System. Wir haben dort einige gute Beziehungen, daher werden diese Verhandlungen erfolgreich sein“, sagte er. Washington und Teheran seien nicht mehr auf die Vermittlung durch Dritte angewiesen. In der Vergangenheit hatten etwa Pakistan und der Oman vermittelt. Etwaigen Zugeständnissen an Teheran ist Vance entgegengetreten. „Wir geben ihnen kein amerikanisches Geld, kein einziger Dollar aus amerikanischen Mitteln wird an den Iran fließen“, sagte er. Die USA und der Iran hatten sich grundsätzlich auf ein Ende der Kämpfe geeinigt, die im Februar mit gemeinsamen Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen hatten. Die Unterzeichnung der Vereinbarung soll in der Schweiz stattfinden. Wer die USA dort vertritt, lässt Vance offen. Für den Iran sollen der Außenminister und der Parlamentspräsident teilnehmen.
Hisbollah begrüßt Vereinbarung zwischen USA und Iran – kein Einsatz seit Verkündung
Die Hisbollah begrüßt die Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran. In einer schriftlichen Erklärung teilt die vom Iran unterstützte libanesische Organisation mit, das Abkommen habe zu einer umfassenden Waffenruhe an allen Fronten geführt, einschließlich des Libanons. Die Hisbollah warnt zudem Israel, sie werde keine Angriffe akzeptieren, die die Souveränität des Libanons verletzen oder auf die Bevölkerung abzielen. Die Einbeziehung des Libanons in das Abkommen spiegele das Engagement des Iran zur Beendigung des Krieges wider. Zuvor hatte die mit dem Iran verbündete Miliz im Libanon berichtet, eigenen Angaben zufolge seit Bekanntgabe des Abkommens zwischen dem Iran und den USA keine Einsätze mehr gegen Israel ausgeführt zu haben. Sie knüpfe ihre Haltung zur Waffenruhe an deren Einhaltung durch Israel, sagt ein Hisbollah-Vertreter zu Reuters. Die Hisbollah lehne zudem eine „Bewegungsfreiheit“ Israels im Libanon ab.
Iran: Libanon ist integraler Bestandteil eines Abkommens mit USA
Der Iran betrachtet den Libanon als integralen Bestandteil eines Abkommens mit den USA zur Beendigung des Krieges. In dem Entwurf des Memorandums werde der Libanon dreimal erwähnt, sagt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei. Es fordere ein Ende des Krieges an allen Fronten sowie die Achtung der Souveränität und der territorialen Integrität des Landes. „Bezüglich der Art und des Mechanismus der Unterzeichnung des Memorandums wird heute und morgen eine endgültige Entscheidung getroffen, deren Ergebnisse offiziell bekannt gegeben werden.“ Vor der für Freitag geplanten Unterzeichnung des Abkommens stünden zudem diplomatische Besuche in den Ländern der Region auf der Tagesordnung des Iran.
DIHK fordert nach Iran-Einigung verlässliche Handelsrouten
Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) sieht in der angekündigten Einigung zwischen den USA und dem Iran die Chance auf eine baldige Öffnung der Straße von Hormus. Dies könne den Weg dafür ebnen, „dass sich eine der wichtigsten Schlagadern des Welthandels bald wieder öffnet“, sagt DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. Für die Wirtschaft kommt es nun darauf an, dass die Passage ohne Einschränkungen wie Gebühren rasch, sicher und verlässlich wieder genutzt werden kann. Dies gelte ebenso für andere strategische Seewege, deren freie Befahrbarkeit eine zentrale Voraussetzung für stabile Lieferketten und den internationalen Handel sei. „Europa sollte sich gemeinsam mit seinen Partnern dafür einsetzen, diese Handelsrouten offen zu halten und Exportverbote für kritische Güter wie Energie, Rohstoffe, Lebensmittel oder Medizin zu verhindern.“
Macron: Können Flugzeugträger Richtung Hormus schicken
In einem Fernsehinterview am Rande des G7-Gipfels hat der französische Präsident Emmanuel Macron angekündigt, dass der Flugzeugträger Charles de Gaulle „innerhalb von zwei oder drei Tagen“ in der Straße von Hormus eingesetzt werden könnte. Das Schiff liegt seit Ende Mai nahe der Straße von Hormus. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass sich die Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran bestätigt. Frankreich sei auch bereit, Flugzeuge, eine Fregatte und Minensuchboote zur Überwachung in die Straße von Hormus zu entsenden. Gemeinsam mit Großbritannien hatte Frankreich eine Koalition zur Sicherung der Straße von Hormus vorbereitet. Diese soll rein defensiven Charakter haben. Auch Deutschland ist beteiligt.
Berichte: Iran könnte Hormus-Gebühren verlangen
Der Iran könnte Medienberichten zufolge im Rahmen eines möglichen Abkommens mit den USA nach einer Übergangsfrist Gebühren für die Durchfahrt der Straße von Hormus verlangen. Nach einer 60-Tage-Frist, während der kostenlose Durchfahrten möglich seien, sehe der Iran vor, Gebühren zu erheben, hieß es unter anderem in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. Die iranischen Medienberichte ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen. Eine offizielle Bestätigung gab es nicht. Der Iran hatte jedoch in der Vergangenheit mit dem Oman über einen Mechanismus zur Durchfahrt gesprochen und eine neue Behörde zur Regelung des Verkehrs dort eingerichtet. Entsprechende Gebühren würden gegen internationales Seerecht verstoßen. Die Berichte in iranischen Medien könnten auch zur Besänftigung der Hardliner-Fraktionen in der iranischen Politik gedacht sein. Diese hatten zuletzt gegen einen Verhandlungsfrieden protestiert. Zudem erlaubt dieser neuerliche Aspekt dem Iran, den Druck in weiteren Verhandlungen aufrechtzuhalten.
Berlin: Brauchen Mandate für Einsatz Bundeswehr
Die Bundesregierung pocht darauf, dass es vor einem Einsatz der Bundeswehr in der Straße von Hormus ein internationales Mandat und eine Bundestags-Erlaubnis geben muss. Das betont der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille, der aber auf die grundsätzliche Bereitschaft zur Sicherung des Schiffsverkehrs im Rahmen einer Friedenslösung verweist. Einen Zeitpunkt für das Bundestagsmandat will er nicht nennen. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums verweist darauf, dass man bereits zwei Minenjagdboote im östlichen Mittelmeer „vorausstationiert“ habe. „Die werden dort aktuell personell und materiell für jede Entwicklung vorbereitet“, sagte er.
Trump weist Vergleich mit Iran-Abkommen unter Obama zurück
US-Präsident Donald Trump hat einen Vergleich seiner Iran-Vereinbarung mit dem internationalen Atomabkommen unter seinem Vorgänger Barack Obama zurückgewiesen. „Wir haben aus einer Position der Stärke verhandelt“, sagte Trump in einem neuen Interview der „New York Times“. Obama habe dem Iran im Grunde einfach nur Geldgeschenke gemacht.
Schifffahrt reagiert erleichtert auf USA-Iran-Deal – Hapag Lloyd hofft auf baldige Durchfahrt
Die Reederei Hapag-Lloyd begrüßt die Einigung zwischen den USA und dem Iran und setzt auf eine baldige Normalisierung der Schifffahrt im Persischen Golf. „Die Nachrichten über ein Friedensabkommen klingen ermutigend, und wir freuen uns auf ein Ende aller Kampfhandlungen in der Region“, erklärte Deutschlands größte Containerreederei am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Auch die deutsche Handelsschifffahrt reagierte erleichtert auf das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran. Der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder (VDR), Martin Kröger, sagte: „Die Signale aus den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran machen auch der Schifffahrt Hoffnung.“ Kröger sagte, es müsse sich zeigen, ob die Passage dauerhaft wieder sicher möglich werde. „Wir sind aber vorsichtig optimistisch.“ Nach Angaben des VDR aus Hamburg sitzen noch 46 Schiffe deutscher Reedereien mit rund 1000 Seeleuten im Persischen Golf fest.
Behörden im Südlibanon warnen Vertriebene vor verfrühter Rückkehr
Trotz der Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Ende des Krieges warnen die Behörden im Südlibanon Vertriebene vor einer voreiligen Rückkehr. Grund ist die Ankündigung Israels, seine Truppen nicht aus dem Süden des Nachbarlandes abzuziehen. Kommunalverwaltungen im Südlibanon rufen die Bevölkerung auf, vorerst nicht zurückzukehren, wie die amtliche Nachrichtenagentur NNA meldet. Durch die israelische Offensive gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah wurden im Libanon rund 1,2 Millionen Menschen vertrieben.
Trump droht wohl ohne Atomdeal mit neuen Militärschlägen
Für den Fall, dass nach dem Abschluss des Rahmenabkommens mit dem Iran keine Einigung zu Teherans Atomprogramm gelingt, hat US-Präsident Donald Trump der „New York Times“ zufolge Konsequenzen angekündigt. Er werde die Militärschläge wieder aufnehmen oder die USA zum „Wächter des Nahen Ostens“ machen und als solcher künftig 20 Prozent der Einnahmen in der Region kassieren, zitiert ihn die Zeitung aus einem Telefonat mit ihm am Abend seines 80. Geburtstags am Sonntag (Ortszeit).
Libanon: Israel setzt Luftangriffe im Süden fort
Die israelische Armee hat ihre Angriffe im südlichen Libanon nach dortigen Angaben trotz des verkündeten Rahmenabkommens im Iran-Krieg vorerst fortgesetzt. Israel habe unter anderem die Umgebung der Stadt Nabatija angegriffen, berichtete die Staatsagentur NNA am Morgen. Bei einem Drohnenangriff habe es mehrere Verletzte gegeben. Augenzeugen berichteten ebenfalls von neuen israelischen Angriffen im Raum der strategisch wichtigen Stadt. Libanesische Sicherheitskreise berichteten von Angriffen im Südlibanon mit Artillerie und Drohnen durch die Nacht und bis in die Morgenstunden mit einer vorübergehenden Pause. Der Beschuss und die Drohnenangriffe gingen demnach am Morgen aber weiter.



