St. Pauli gegen Bremen: Entscheidet Blessins Bauchgefühl das Not-Derby?
Blessins Bauchgefühl entscheidet Not-Derby St. Pauli gegen Bremen

St. Pauli gegen Bremen: Entscheidet Blessins Bauchgefühl das Not-Derby?

Das Nord-Derby entwickelt sich zu einem echten Not-Derby. Am Sonntag um 17:30 Uhr trifft der FC St. Pauli auf Werder Bremen, live bei DAZN. Der Vorletzte der Tabelle empfängt den Drittletzten, lediglich zwei Punkte trennen die beiden Traditionsklubs voneinander. Der Druck lastet besonders auf den Schultern der Hamburger, die auf einen Gegner treffen, der seit dem 7. November nicht mehr gewinnen konnte. Damals siegte Bremen mit 2:1 gegen den VfL Wolfsburg. Aus den letzten zwölf Partien holte Werder nur magere vier Punkte.

Der Druck liegt bei St. Pauli

Für St. Pauli wäre ein Sieg von enormer Bedeutung, um wieder Anschluss an die Konkurrenz im Abstiegskampf zu finden. Doch was geschieht, wenn es in der Schlussphase unentschieden steht? Geht Trainer Alexander Blessin dann aufs Ganze oder sichert er den einen Punkt? Der 52-Jährige stellt sich selbst die entscheidende Frage: „Fünf Minuten vor Schluss, es steht 0:0. Was will man?“ Seine Antwort verrät viel über die taktische Flexibilität: „Da muss man abwarten, ob ich sage: Jetzt wollen wir es unbedingt. Geht man auf alles oder sagt man: Auch ein Punkt kann etwas bringen? Wir haben letztes Jahr auch Situationen gehabt, in denen wir über den Punkt froh waren. Das entscheide ich dann situativ. Das ist dann ein Bauchgefühl.“

Leistung wie gegen Stuttgart gefordert

Eines ist klar: Für einen Sieg muss die Mannschaft von St. Pauli an die starke Leistung aus dem 2:1-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart anknüpfen. Auf gar keinen Fall dürfen sich die Spieler so präsentieren wie bei der 0:4-Niederlage in Leverkusen. Blessin betont: „Es ist Druck auf dem Kessel. Bisher haben wir das in den Spielen zu Hause gut hingekriegt. Wir müssen die Emotionen mitnehmen und einen kühlen Kopf bewahren.“ Um dies zu gewährleisten, kann der Trainer auf die Rückkehr erfahrener Profis bauen. Hauke Wahl (Knie), Eric Smith (Ferse) und Joel Fujita (Wade) kehren in die Startelf zurück. Mathias Pereira Lage (Muskelprobleme) und Connor Metcalfe (Knie) stehen als Optionen von der Bank bereit.

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Starke Bank als Schlüsselfaktor

Für Blessin ist nicht nur die Startformation von Bedeutung. Er erklärt: „Es geht mir gar nicht so um die Startelf. Spiele werden ab der 60., 70. Minute entschieden. Deshalb ist es umso wichtiger, eine starke Bank zu haben. Um direkt wieder Energie und Qualität reinzubringen.“ Diese Einstellung unterstreicht die strategische Tiefe, die St. Pauli in dieser kritischen Phase benötigt. Parallel zu den sportlichen Entwicklungen schreiten auch die infrastrukturellen Projekte des Vereins voran. Der Baubeginn für das Leistungszentrum an der Kollaustraße rückt näher. Der Klub startet mit den Bauvorbereitungen für die Trainingsplätze 4 und 5 und peilt weiterhin das erste Quartal 2026 als Baubeginn an. Ziel ist die langfristige Modernisierung des Zentrums und die Verbesserung der Trainingsbedingungen für die Nachwuchsteams.

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