Magdeburgs Co-Trainer Bradasch schwärmt von Chef Sander
Bradasch schwärmt von Chef Sander bei Magdeburg

Die Verpflichtung eines weiteren Co-Trainers beim 1. FC Magdeburg in diesem Sommer sorgte bei einigen für Verwunderung. Doch Erwin Bradasch (45) hat sich schnell akklimatisiert und genießt die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Petrik Sander (65). Nach vielen Jahren als Assistent von Dino Toppmöller, der inzwischen den RC Lens in Frankreich coacht, blüht Bradasch an der Elbe auf.

Eingespieltes Team und klare Philosophie

Bradasch äußert sich begeistert über sein neues Umfeld: „Sie haben es mir wirklich sehr leicht gemacht. Es ist ein eingespieltes Team. In den Gesprächen stimmte menschlich die Chemie. Bei allen steht der Teamgedanke im Vordergrund. Jeder versucht alles einzubringen. Es macht großen Spaß, hier zu arbeiten.“ Ein wesentlicher Beweggrund für den Wechsel nach Magdeburg war der hervorragende Ruf, den der Verein in den letzten Jahren aufgebaut hat. „Für mich war auch die Philosophie beim FCM ausschlaggebend, wie hier Fußball gespielt wird. Der FCM-Fußball ist sehr gut entwickelt, und gemeinsam wollen wir ihn weiter ausfeilen“, erklärt der 45-Jährige.

Natürliche Arbeitsteilung im Trainerteam

Die ungewöhnliche Hierarchie im Trainerteam des FCM bereitet Bradasch keine Probleme. Im Gegenteil: Dass Chef Sander im Training und an der Seitenlinie oft nur stiller Beobachter ist, hat der Neue schnell verinnerlicht. „Petrik ist für uns alle der jung gebliebene, humorvolle Papa im Team. Wir alle können von seiner enormen Erfahrung profitieren. Er hat sämtliche Situationen bestimmt schon tausendfach erlebt. Da ist es selbstverständlich, dass die anderen Trainer auch andere Aufgaben auf dem Trainingsplatz übernehmen. Dieses Prinzip nennt sich natürliche Arbeitsteilung“, so Bradasch.

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Fokus auf Nachwuchsförderung

In den kommenden Wochen wartet eine wichtige Aufgabe auf Bradasch: Magdeburg möchte den eigenen Nachwuchs stärken und intensiver fördern. „Was auf jeden Fall hinzukommt, ist die Zusammenarbeit mit der U23 und den anderen Nachwuchsteams. Es gibt eine engere Kommunikation mit den Trainern, vor allem mit Ronny Thielemann. Da bringe ich mich verstärkt mit ein, um auch eine größere Durchlässigkeit von Nachwuchsspielern zu ermöglichen und die Talente früher an den Profibereich heranzuführen. Das ist unser Ziel“, betont Bradasch.

Klare Entscheidung für den FCM

Ein Wechsel zu seinem früheren Chef Dino Toppmöller nach Frankreich in die Ligue 1 kam für Bradasch nicht in Frage. Frühzeitig entschied er sich für den FCM. „Als es in Frankfurt auseinanderging, hat sich zunächst jeder für sich orientiert. Bisher hat es immer gepasst mit einer Zusammenarbeit. Jetzt war es aber so, dass es das Angebot von Magdeburg gab und ich gesagt habe, das möchte ich unbedingt machen und den neuen Weg einschlagen.“ Bislang hat er diesen Schritt nicht bereut – ganz im Gegenteil.

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